Die Abenteuer der Schleicherbande

– in weiß-blau und andersfarbig

Die Bank

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Anfang Oktober zog eine alte Eckbank bei uns ein.
Ihre alten Besitzer wollten sie nicht mehr und stellten sie in einer Facebook-Geschenkeseite ein.
Zugegebenermaßen war sie optisch jetzt nicht ganz so der Hit.
Aber Micha und ich liebäugelten schon eine ganze Weile mit einer Eckbank. Und einer alten Eckbank zu neuem Leben zu verhelfen ist ja auch eine gute Tat, oder?

Ich schlug also zu; packte die in Einzelteile zerlegte Bank und ein Glas voller Schrauben in den Caddy und brachte sie nach Hause.
Die Teile waren einfach nur sau schwer. Ursprünglich hatte ich geplant, die Bank auf dem Dachboden zusammen zu setzen. Der Plan wurde schnell verworfen; die Bank wurde im Erdgeschoss zwischengelagert.
Eckbank 1

Die Polster abzumachen entpuppte sich als schwieriger als vermutet; die Schrauben waren fast alle rund und ließen sich nur mit viel Überredungskraft (danke, Micha! :* ) entfernen. Die Polster wurden ersteinmal verbannt; wir wollten uns erst einmal um den hölzernen Teil kümmern.

Letztes Wochenende brachten wir die Kinder zu meinen Eltern – Herbstferien! – und so gab es endgültig keinen Grund mehr, die Bank nicht aufzubauen. Ich durchforstete erst einmal das Schraubenglas und stellte fest, dass jede Menge Schrauben mutterlos waren, generell zu wenig dicke Schrauben dabei waren und so ging ich erst einmal einkaufen.
Nach viel Gefluche, gewackle und kräftiger Hilfe von Micha stand sie am Montag Abend dann endlich: noch nicht fest, eher locker verschraubt, aber sie stand!
Eckbank 2

Das Eckteil war mir beim Ausladen aus dem Caddy auseinandergebrochen und auf den Fuß gefallen. Es wurde geleimt und gespachtelt und danach angeschliffen, damit der Lack halten würde.
Eckbank 3

Weil wir die Bank ein wenig in Richtung „Shabby Chic“ trimmen wollte, kam zuerst ein ziemlich hässlicher Anstrich in schwarz-blau. Brr! Wer gedacht hatte, dass die Bank nicht mehr hässlicher hätte werden können, wurde eines besseren belehrt.
Eckbank 4

Ein Tag später dann der erste Anstrich in fast-weiß – noch ganz schön fleckig:
Eckbank 5

Und irgendwann war das hellgrau dann tatsächlich recht deckend.
Eckbank 6

Heute sollte dann eigentlich der krönende Abschluss kommen: „nur noch“ die Polster frisch beziehen, das Ding fest zusammen schrauben und ab damit in die Ecke.
Aber die Bank wehrte sich. Meinen alten Polsternagler konnte ich nicht mehr finden; ich brauchte einen neuen. Der alte Polsterstoff wollte nicht ab. Der neue Polsterstoff sollte eigentlich schon am Mittwoch kommen und kam erst heute. Der neue Polsternagler schrottete erst einmal jede Menge Klammern. Die Polster wollten nicht in die alte Form zurück. Dann hielten die Schrauben schlecht. Und am Ende brauchten wir noch eine halbe Ewigkeit und die Geduld und Kraft meines lieben Ehemanns um sie dann auch endgültig aufzubauen.
Aber: sie steht. Und sie sieht großartig aus!
Ende gut, alles gut!

Kaum wieder zu erkennen, oder?

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