Die Abenteuer der Schleicherbande

– in weiß-blau und andersfarbig

21. September 2016
von Annette Schleicher
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Kreativer Mittwoch #1 – ein Versuch

Ich bin offenbar nicht gut darin, über fertige Projekte zu bloggen.
Ich mag aber unheimlich gern Kreativ-Podcasts – ob das jetzt über’s Stricken, Häkeln, Basteln oder Nähen geht ist dabei nebensächlich.
Ich finde die Regelmäßigkeit und dass man quasi dabei zusehen kann, wie etwas über einen längeren Zeitraum fertig wird, echt interessant.

Video-Podcasten ist für mich aber eher nicht das richtige. Ich mag mich in Videos nicht, ich will auch nicht lange etwas zusammenschneiden und dann hochladen. Schreiben ist super, denn das kann ich auch eher mal nebenbei und wenn ich nicht fertig werde oder die Kinder zwischendrin reinplatzen ist das nicht tragisch.

Ich werde versuchen, einmal pro Woche über abgeschlossene Projekte und WIPs zu berichten. Manche werden schneller fertig und andere eher langsam, was natürlich mit der Größe des Projekts, meiner Lust/Laune/Zeit und auch damit zusammenhängt, wie viel sich aktuell auf/unter den/der Nadel/n tummelt.

Ich habe dieses Jahr schon viel gestrickt. Ich werde jetzt auch nicht alles zeigen, aber die vor kurzem fertig gewordenen Projekte dann doch :)

Fertig!

Little Thorn Rose
Mein allererstes eigenes Strickmuster. Man kann es kostenlos downloaden, ich freue mich ja auch immer über kostenlose Muster. Es hat einen ungewöhnlichen Maschenanschlag (den „Kanalinsel“-Anschlag) und verwendet eine Sternspitze.
Ich bin jetzt schon sehr gespannt, ob es tatsächlich jemand nachstricken wird!
Die Wolle ist von Wollmeise („Pure“ in Rosenrot). Strickt sich hervorragend und die Maschendefinition ist super!
Little Thorn Rose

Eggses von Rich Ensor
Ein (kostenloser) MOCK („Mystery Sock“) der Sock Knitters Anonymous auf Ravelry. Über einen Monat wird jede Woche ein Teil des Musters veröffentlicht, man weiß also vorher nicht, was da auf einen zukommt.
Es war ein sehr aufwändiges Muster, das Resultat kann sich aber auf alle Fälle sehen lassen!
Die Wolle ist von Frau Odersocke („Mustertauglich Peach“).
Eggses

Cumulus von Carissa Browning
Cumulus ist aus einem eBook, das ich besitze („New directions in Sock Knitting“) und wird immer „muschelweise“ gestrickt, also nicht rundum wie normale Socken.
Das ist recht ungewöhnlich und die Socken sind auch nicht für jeden Fuß geeignet – für meine auf jeden Fall schon mal nicht. Ich habe lange, aber sehr schmale Füße und das geht dann einfach nicht.
Umso besser, wenn man auch noch andere Menschen bestricken kann, die sich über Socken freuen!
Aus „Gipfelwolle“ in „Rotes Röschen“ … eine tolle Farbe, deshalb habe ich mein Projekt auch „Rosa Wölkchen“ getauft :)
Cumulus

Work in Progress!

Pfaffenwinkel von Sonja Köhler
Das Muster ist kostenlos. In einer Ravelry-Gruppe haben wir dazu ein Gemeinschaftsprojekt gegründet – insgesamt 3 von uns hatten sehr ähnliche Wolle (blau-weiß) und haben das gleiche Muster damit gestrickt.
Meine Variante ist für meinen Mann (Schuhgröße 45/46) und ich stricke ein Fish-Lips-Kiss-Heel anstatt der eigentlich vorgesehenen Ferse.
Aktuell fehlt bei mir nur noch die Spitze; ich hoffe, ich bekomme die Socken heute Abend fertig!
Pfaffenwinkel

Neverland and Oz von Heidi Nick
Der MOCK der Sock Knitters Anonymous für September 2016 ist auch kostenlos. Heidi verwendet eigentlich fast immer „Fleegle Heels“, eine sehr interessante Ferse!
Bisher sind 3 von 4 Musterteilen veröffentlicht, morgen müsste der letzte Teil erscheinen.
Da die Socken in Größe 37 gestrickt werden, sollten sie dann auch schnell fertig werden!
Die Wolle ist semisolide „Zitrone“ von Frau Odersocke.
Neverland and Oz

Tragical Comical von Claire Ellen
Auch ein MOCK, dieses Mal aber von Claire Ellens Sockenclub. Auch bei dem Muster gibt es vier Teile und drei sind bereits veröffentlicht.
Ich stricke für Micha, da wird sich Teil 4 ganz schön ziehen. Dafür hoffe ich, dass die „neongelben“ Hotsocks dann auch gut zur ADAC Hose passen werden 😀
Tragical Comical

Elefanthuen #1 von Henriette Roued-Cunliffe
Noch ein Projekt für Micha, dieses Mal ein Elefanthuen, wörtlich übersetzt heißt das wohl „Elefantenhut“.
So ein bisschen erinnert einen das Kleidungsstück an mittelalterliche Gugeln ohne Zipfel: Kragen/Schal/Mütze in einem.
Gestrickt wird aus kuschelweicher High Twist Merino von Etherische Öle (meine absolute Lieblingswolle) auf Nadelstärke 2,25 bzw. 3.
Aktuell dürfte ich in etwa auf Ohrhöhe sein. Ich muss noch 7 weitere cm nach oben stricken, bevor ich dann die Mütze nach vorne weg schließen kann. Ich hoffe, die Wolle reicht.
Danach kommt dann noch das Bündchen, aber das kann ich notfalls auch aus farblich passender uni-blauer Wolle stricken.
Elefanthuen

Neptunia von Agata Mackiewicz
Das Tuch besteht aus drei Teilen; der innere ist bereits fertig. Jetzt kommt der Lace-Teil in einer anderen Wolle, danach die Kante aus einer dritten.
Der innere Teile ist auch High Twist von Etherische Öle und erinnert mich so ein bisschen an Strand-Sand-Sonne-Meer.
Aktuell habe ich keine Lust, die vielen Maschen aus dem inneren Teil aufzunehmen, deshalb ruht das Projekt gerade nach der Fertigstellung des Innenlebens so ein bisschen.
Neptunia

Reschdli
Mein Langzeitprojekt um Sockenwollreste zu verarbeiten.
Sehr viele Quadrate habe ich noch nicht gestrickt, aber es geht ganz langsam vorwärts. Ich werde versuchen, ab jetzt wieder ein Quadrat pro Tag auf die Reihe zu bekommen.
Reschdli

Jogginghose für Micha
Bisher habe ich nur angefangen, das Schnittmuster zusammenzusetzen. Ich denke, das werde ich heute Abend soweit fertig bekommen, morgen dann evtl. zuschneiden und über’s Wochenende nähen :)

Geplant!

Elefanthuen #2 und #3
Die Kinder brauchen neue Mützen und durften sich Wolle aussuchen.
Felix wollte unbedingt Orange. Leider hatte die ursprünglich extra gefärbte Wolle einen echten Drehwurm: ich bekam sie nicht gewickelt, sie war komplett verheddert.
Deshalb wird’s jetzt Wollmeise in gelb-orange Tönen, ich denke, das wird ihm auch gefallen.
Wendelin hat sich von Etherische Öle High Twist ausgesucht, mit Blau-Lila-Orange.

Scrappie von Adrienne Fong
Der MOCK wird im Oktober stattfinden. Wer sich in der Ravelry-Gruppe „carefree kals & other things“ anmeldet und dort im KAL-Thread anmeldet, bekommt das Strickmuster bis Ende September kostenlos.
Geplant ist, ein Paar Socken aus lauter Resten zu stricken. Wollreste habe ich genug, also bin ich dabei!

Hermione’s Everyday Socks von Erica Lueder
Das wird mein nächstes Projekt wenn die Pfaffenwinkel von den Nadeln sind.
Wolle wird „Wasserstelle“ von Frau Odersocke.

SlipStripeSpiral von Mylene Pijpers
Ich hoffe, dass die neongelben „Tragical Comical“ genug Garn übrig lassen, so dass ich als eine der beiden Farben „neongelb“ verwenden kann.
Besonders gespannt bin ich auf die Ferse, das „Sweet Tomato Heel“ von Cat Bordhi.

Dragon Wing Cowl von Jessie Rayot
Gestern habe ich mich spontan verliebt, deshalb wird das ein relativ schnelles Zwischendurchprojekt werden.
Stricken werde ich in naturfarbener „Aran weight“ Wolle. Wenn mir das so gefällt, ist das gut, aber ich glaube eher, dass ich nachträglich färben werde.

Luckdragon Mystery Shawl von VeryBusyMonkey
Mein allererster Mystery Shawl.
Die passende Wolle habe ich bestellt. Noch ist sie nicht da, ich hoffe, sie kommt in den nächsten Tagen, damit ich pünktlich anstricken kann!

27. September 2015
von Annette Schleicher
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Muschelseife

Lange habe ich überlegt. Soll ich das veröffentlichen oder lieber nicht?

Offensichtlich habe ich mich dafür entschieden.

Lasst mich kurz zusammenfassen.
Im Juli letztes Jahr ließ ich mir die Haare raspelkurz schneiden. Sie waren kaputt – die Farbe der letzten Jahre ist ihnen nicht gut bekommen.
Also entschied ich mich: ab mit den Fusseln um sie dann – ganz ohne Farbe und andere Gemeinheiten für die Haare – wieder lang wachsen zu lassen.
Seit etwas mehr als einem Jahr wasche ich meine Haare mit Seife. Haarseife? Ja, das funktioniert, man darf allerdings nicht die übliche Markenseife aus dem Supermarkt dazu verwenden, sondern eine richtige Seife (manche nennen sie auch „Naturseife“). Eine allgemein „richtige“ Seife gibt es nicht: Seifen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung (Naturseifen bestehen nur aus Ölen, NaOH, das dann die Öle verseift, es bleibt also kein NaOH übrig und eventuell Farb- und Duftstoffen) und der Überfettung (also der Anteil der unverseiften Öle in der Seife).
Aus irgendeinem Grund sind die meisten Haarseifen-Hersteller online der Meinung, dass Überfettungen um die 2-4% für Haarwäschen ideal sind. Meine Haare kichern da leise drüber.
Ich habe also relativ schnell angefangen, meine Seife selbst zu sieden und nachdem meine erste Seife bis heute die Seife ist, die am allerbesten für meine wilden, störrischen Locken ist und auch jede Menge anderen Leuten sehr gut gefällt, habe ich jetzt beschlossen, das Rezept öffentlich zu stellen.

Also bitte:
Ihr dürft sie gerne nachsieden, allerdings nicht kommerziell.
Seid fair!

Hier kommt also das Rezept für Muschelseife (es sind keine Muscheln drin, aber ich hab die Seife nach einem Forennickname benannt).

Achtung: für Glatthaars dürfte die Überfettung zu hoch sein.
Ich erkläre euch hier nicht, wie Seifensieden funktioniert – das müsst ihr schon können. Überfettungen berechnen zeige ich euch (zumindest heute) auch nicht. Ich gehe davon aus, dass ihr das schon könnt. Seife sieden ist nicht ganz ungefährlich, bitte haltet euch beim Sieden an die üblichen Sicherheitsvorkehrungen wie Schutzbrille/Handschuhe/Schürze. Kinder und Haustiere wegsperren!

Aber genug der Worte, hier das Rezept für knapp 500g Öle.

Muschelseife

Die Öle

125g Kokosöl
100g Kakaobutter
100g Sheabutter
54g Sonnenblumenöl
52g Mangobutter
43g Babassuöl
21g Rizinusöl

Flüssigkeit
Ausschließlich Kokosmilch. Kein Wasser!

Sonstiges
5ml ätherisches Rosmarinöl.
Keine Farbstoffe.

Überfettung
23%. Das ist eine Hausnummer – aber probiert’s einmal aus, wenn ihr Locken habt (oder die Haare hohe Überfettungen mögen, obwohl sie glatt sind)

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr die Seife nachsiedet und mir hier davon berichtet!

4. September 2015
von Annette Schleicher
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Quark

„Was ist das?“ frage ich in die Runde.
Jonas zu meiner rechten betrachtet die Tupperware-Schüssel interessiert und richtet sich auf. Es ist nicht überraschend, dass er die Frage gleich richtig und in einem ganzen Satz beantwortet. „Das ist eine Schüssel!“ sagt er.

„Sehr gut!“ lobe ich und frage die anderen: „Und welche Farbe hat die Schüssel?“
„Sie ist pink!“ behauptet William. Nun gut … das mit der Farberkennung ist nicht jedermanns Sache. „Nein!“ widerspricht sein Nachbar schnell. „Das ist orange!“

Recht hat er. Die Schüssel ist orange und sie steht in der Mitte unserer Stühle auf dem Boden. Hinter uns ist das Gemeindehaus, in dem wir uns zwei Mal in der Woche treffen. Heute ist unser Raum aus irgendeinem Grund zugesperrt und nachdem das Wetter halbwegs gut ist, sind wir ins Freie ausgewichen.
Ich öffne den Deckel der Schüssel. „Und was ist das?“
Ratlose Gesichter. So etwas hat noch keiner in der Runde gesehen. Was könnte das denn sein? Irgendeine weiße Masse mit vielen grünen Punkten – so viel ist sicher.
„Ich weiß es nicht“ gibt Musa schließlich zu.

Ich löse auf: „Das ist Quark!“
Ein Raunen geht um. Das ist also Quark. Quark, das mysteriöse Wort, das wir in den letzten zwei Stunden gelernt haben weil es ein Q beinhaltet. Quark, das sie zwar alle pflichtbewusst gelernt haben, das aber keiner in seine Heimatsprache übersetzen kann, weil es das Wort in den Sprachen schlichtweg nicht gibt.
Quark.
Schwierig auszusprechen ist es außerdem, wie so viele deutsche Wörter.

Der Inhalt der beiden Brotzeitdosen stellt dagegen kein Problem dar. Karotte und Paprika – beides wird schnell und richtig erkannt. Ich schnappe mir ein Karottenstück und zeige den Jungs, wie man den Quark (mit Kräutern, denn das sind die grünen Punkte) dippt.
Und sie machen alle mit. Es scheint zu schmecken, denn den Rest der anderthalb Stunden verbringen wir fröhlich Rohkost-Quark knabbernd – und ganz nebenbei plaudern wir. Über LKWs, die vorbeifahren und was die Abkürzung eigentlich bedeutet – über Christoph 17, der zwischendurch vorbeifliegt. Über Fahr- und Flugzeuge im Allgemeinen. Über das Wetter, Wolken, Sonne, Regenbogen und Gewitter.
Und ganz nebenbei, fast unbemerkt, kreist die Schüssel und die Brotzeitdosen.
„Gibst du mir bitte die Karotten?“ – „Ja, natürlich.“

Am Ende der Stunde ist eines klar: „Quark“ wird keiner mehr vergessen.

Zweimal wöchentlich bringe ich Flüchtlingen die deutsche Sprache bei. Zeit, die gut investiert ist: Flüchtlinge wollen und sollen sich integrieren – aber wer die Sprache nicht spricht, kann das nicht.
Zeit, die vor allem deshalb gut investiert ist, weil es wahnsinnig viel Spaß macht.

8. Mai 2015
von Annette Schleicher
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Annette sucht ein neues Deo (und findet es)

Schon vor Jahren behauptete meine Mutter, dass Aluminiumverbindungen in Deos schädlich seien.
Aktuell ist genau diese Behauptung wieder in aller Munde und auch wenn die Studie unter äußerst zweifelhaften Bedingen entstanden sein soll – ich bin unsicher.

Mein Lieblingsdeo bis dato war Nivea Dry Comfort Roll-On und das enthält gleich mehrere „Verdächtige“: Aluminum Chlorohydrate, Aluminum Sesquichlorohydrate, Magnesium Aluminum Silicate.

Die Debatte um Aluminium hätte ich auch ignorieren können – aber genauso gut kann man sich ja mal umsehen, ob es nicht doch Alternativen ohne Aluminium gibt. Vielleicht sind die ja genauso gut?

Ich startete einen ersten Versuch. Online hatte ich gelesen, dass reines Kokosöl durchaus als Deo-Ersatz herhalten kann. Das habe ich ohnehin für die Haarspitzen zuhause, die das sehr genießen. Und ja, es war definitiv ein Ansatz, es verhinderte Müffeln aber mir fehlte der Deo-Geruch. So ganz ohne fühlte mich einfach nicht wirklich wohl. Ich benutze kein Parfüm, aber so ein ganz dezenter Geruch – hmmm.

Also vielleicht doch ein gekauftes Produkt?
Probieren geht über studieren und so brauchte ich mein Lieblingsdeo auf und stiefelte in den Laden, genauer gesagt: in Kemptens Real-Markt.

„Damals“ – lang ist’s eigentlich noch nicht her, aber mittlerweile haben einige Hersteller reagiert und ihrerseits Alu-freie Deos herausgebracht – gab es da genau eine Marke mit Deos, die kein Aluminium enthielten: CD.
„Glücksgefühl“ hieß eins, das mir vom Duft her gut gefiel, also hab ich es mitgenommen.

Online-Recherchen ergaben, dass Aluminium das Schwitzen verhindert und man mit Alu-freien Deos demnach mehr schwitzt … und angeblich nicht müffelt. Aber: Glücksgefühl wich bald einem größeren Frust. Denn obwohl es nicht besonders warm war und ich eigentlich nie stark schwitze müffelte ich. Ein Oberteil zwei Tage in Folge tragen? Unmöglich. In der Mittagszeit musste ich nachlegen, sonst hätte ich den Tag nicht überstanden.
Und natürlich kam da die Frage auf: sind alle Aluminium-freien Deos so? Oder muss man nur das für einen selbst geeignete Deo finden? Menschen sind schließlich unterschiedlich und offensichtlich funktioniert Glücksgefühl bei einigen oder sogar vielen – nur eben bei mir nicht.

Als wir meine Eltern besuchten, schenkte mir meine Mutter ein anderes Deo, auch von CD, weil sie es vom Geruch her nicht mochte: Granatapfel! Vom Geruch her gefiel es mir besser – und juhuuu! es hielt auch besser den Müffelgeruch fern.
Das machte Mut, zur Not käme ich damit wahrscheinlich zurecht. Andererseits: dann hätte ich auch Kokosöl benutzen können, denn das war in etwa genauso effektiv. Vielleicht selbst rühren, das mache ich ja generell bei Haarpflegeprodukten?

Der Fernseher brachte mich davon ab. Nivea warb für ihr neues, aluminium-freies Deo. Nivea Fresh Pure heißt das neue Produkt und natürlich musste ich es ausprobieren, in der Hoffnung, dass es mein neuer Liebling werden könnte. Der Duft: nicht übel.
Und überhaupt, es wirkte besser als die vorhergegangenen Versuche.
Also doch wieder zurück zu Nivea? Fast schien es so.

Durch Zufall kam ich in einem Forum auf einen Deo-Thread und stieß natürlich auch dort auf die Aluminium-Frage. Alu ja oder nein? Die einen sagen, es sei sehr wahrscheinlich harmlos, die anderen waren sehr verunsichert und schworen, dass Aluminium der Teufel höchstpersönlich sein müsse.
Nunja, vermutlich trifft weder das eine noch das andere zu, aber ich beschloss, mir mal die INCI meiner Deos anzusehen. Bei anderen Pflegeprodukten mache ich das schließlich auch.
Und so kommt es, dass ich auch das neue Nivea-Produkt nicht mehr weiter verwenden möchte.

Ich las von Deocremes. Sehr interessant von den Inhaltsstoffen her, die waren deutlich besser als die der konventionellen Deos.
Aber wie sollte das funktionieren, wenn nicht einmal „professionelle“ Deos ohne Aluminium richtig wirkten?
Im Forum grübelte ich über eine Bestellung bei wolkenseifen.de nach.

Eine sehr, sehr nette Userin bot mir an, mir eine Probe zu schicken. Danke noch mal dafür! Begeistert nahm ich das liebenswürdige Angebot an und so bekam ich einen Briefumschlag mit zwei kleinen Tiegeln.
„Anno 1950“ und „weekender“. Das erstere etwas süßer, das zweite fand ich auch nicht schlecht, vielleicht etwas frischer insgesamt.
Ich probierte es an einem kühleren Tag aus: das Deo hielt. Juhuuu! Das war schon mal ein erster Erfolg. Ich genoß den Geruch von Anno 1950, fand ihn super :) Über 7 Tage probierte ich die beiden Cremes aus, manche Tage waren auch richtig warm und ich hatte ordentlich schweißige Hände.
Die Deowirkung aber ist mit der meines ursprünglichen Lieblingsdeos furchaus vergleichbar! Ich schwitze vielleicht ein bisschen mehr – aber man riecht das nicht. Ich rieche abends immer noch frisch und dezent nach Deo und ich genieße das Gefühl.
Außerdem sind die Cremes sehr, sehr ergiebig. Ich habe immer noch genügend von den beiden Proben übrig! Die großen, normalen Packungen werden also sehr lange halten.

Nachdem ich jetzt endlich gefunden habe, was ich gesucht hatte, habe ich mich dann endlich auch getraut, bei www.wolkenseifen.de zu bestellen.
Neben Anno 1950, das ich nach wie vor gern mag, habe ich auch „Be my Baby“ geordert, das pudriger riechen sollte. Heute kam die Bestellung nach nur zwei Tagen an.
Soooo schöne Verpackungen! So ein toller Geruch! Und: zwei kleine Problen von zwei weiteren Deo-Cremes, die auch beide toll duften.

Fazit: gerne wieder!
Und: wenn ihr euch auch für nicht-konventionelle Deos interessiert: gebt den Deocremes eine Chance! Ich finde sie super! 😀

1. Februar 2015
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 011

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Man nehme: eine Schallplatte, die keiner hören will, …
Nummer 011

… einen Dremel (oder etwas dremel-ähnliches) …
Nummer 011

… und etwas Garn. Aus dem Garn wird eine dickere Schnur gefingerhäkelt.
Nummer 011

Dann darf der Dremel der Schallplatte zu Leib rücken – gebohrt wird von der zukünftigen Rückseite her. Sinnvollerweise werden die Löcher immer paarweise angeordnet. Außerdem braucht man zwei Löcher am Rand, die etwas größer sein dürfen.
Nummer 011

Anschließend wird die Schnur durch die zwei größeren Löcher gefädelt und hinten verknotet.
Und so finden diverse Ohrringe ein dekoratives Zuhause an der Wand!
Nummer 011

3. Januar 2015
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 010

Schon eine ganze Weile liegt hier eine Haarspange herum, die ich so, wie ich sie gekauft habe, wohl eher nicht tragen würde: eine Schnabelspange aus dem DM Drogeriemarkt.

Der Plan war also von vornherein, diese Schnabelspange aufzumotzen.

Ein Bildlein vom Ausgangszustand: Schnabelspange mit merkwürdigem Muster, dahinter Reflektorklebeband (gibt’s im Baumarkt).
Ding #010

Das Klebeband habe ich dann mehr oder weniger erfolgreich versucht, glatt auf die Haarspange aufzukleben. Leider gab’s trotzdem ein paar Falten.
Ding #010

Den Rand habe ich mit der kleinen Nagelschere immer wieder eingeschlagen und dann umgeklappt.
Ding #010

Den Rand habe ich fest angedrückt und dann mit einem scharfen Messer bündig zum aufgeklebten Spangenteil abgeschnitten.
Ding #010

So sah es dann von vorne aus – eigentlich schon recht hübsch.
Ding #010

Dann kam die dritte Zutat hinzu – der Nagellack in einem schönen Blauton.
Ding #010

Den Lack habe ich in vielen Schichten aufgetragen und schließlich den Rand mit Wattestäbchen und Nagellackentferner sauber und gleichmäßig hinbekommen.
Fertig!
Ding #010

2. Januar 2015
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 009

Lange ist’s her seit Nummer 008 und schon eine ganze Weile fertig ist Ding Nummer 009 auch – aber die Motivation zu bloggen war nicht so sehr groß …

Um’s kurz zu machen einfach ein paar Bilder:

Maschenanschlag:
Ding #009

Schon ein Stückchen gestrickt:
Ding #009

Beide Socken fertig!
Ding #009

Anprobe – passt!
Ding #009

30. November 2014
von Annette Schleicher
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Kaffee-Test: Melitta Mein Café

Viele werden es mitbekommen haben: ich habe mich bei den Genussexperten für einen Kaffee-Test beworben und tatsächlich! Ich habe ein tolles Paket bekommen, das ich ausprobieren durfte! 😀

Im Paket waren drei verschiedene Sorten Melitta-Kaffee: Light Rost, Medium Roast und Dark Roast. Außerdem gab es eine ausführliche Anleitung, die erklärte, welcher Mahlgrad und welche Kaffeemenge für jede Sorte empfohlen wird.
Das habe ich natürlich erst einmal ignoriert. Zu groß war die Gier, den neuen Kaffee ausprobieren zu wollen.

Begonnen haben wir mit Light Roast. Der Duft der Bohnen ist ganz große klasse – das trifft auf alle drei Sorten zu. Allein schon für den Geruch der Bohnen hat sich der Test definitiv gelohnt. :)
Also: Light Roast eingefüllt, nichts justiert, auf das Knöpfchen gedrückt und probiert: zu den starken Bohnen, die wir vorher drin hatten, ein echter Unterschied. Sehr sehr mild, irgendwie lecker, aber auf eine recht subtile Art.
Irgendwann dann hat mein Mann die Mahlgrad-Empfehlung entdeckt und natürlich hat er die Maschine dann gleich richtig eingestellt. Das Fazit: ja, die Mahlgrad-Empfehlungen unbedingt beachten! Der Kaffee schmeckte hinterher viel besser! Trotzdem blieb der Kaffee sehr mild – für jemand, der darauf steht, sicherlich eine gute wahl. Ich würde mir diese Sorte jetzt nicht unbedingt nachkaufen.

Danach war Medium Roast an der Reihe. Hier haben wir gleich die richtige Einstellung gewählt. Ein solider Kaffee. Nichts wahnsinnig außergewöhnliches, aber mit einer angenehmen Stärke und lecker. :) Spätestens hier hatte dann niemand mehr etwas zu meckern, auch stärke-verliebter Besuch nicht.

Die ganze Zeit hatte ich mich auf Dark Roast gefreut. Das Beste zum Schluss, so in etwa war meine persönliche Intention. Und ich hoffte, dass ich nicht enttäuscht werden würde.
Das ist auch nicht passiert, denn Dark Roast ist wirklich gut! Die starke Röstung schmeckt wirklich lecker – schade, dass so wenig in der Packung war, denn viel zu schnell war sie dann leer.

Ob ich den Kaffee nachkaufen werde? Mild Roast fällt definitiv nicht in mein Beuteschema. Bei Medium Roast werde ich darüber nachdenken, aber bei Dark Roast bin ich mir sicher, dass das nicht meine letzte Tasse davon war!

Verbesserungsvorschläge hätte ich tatsächlich, allerdings eher für das Packungsdesign: es wäre schön, wenn direkt auf der Packung stehen würde, welche Einstellungen für den Kaffeevollautomaten sinnvoll wären.

29. November 2014
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 008

Im September habe ich zum ersten Mal Haarseife gesiedet – die wurde richtig gut :)
Und nachdem davon noch jede Menge NaOH übriggeblieben ist, wurde es Zeit für Ding #8: eine weitere Seife aus lauter Haushaltszeug.

Zuerst habe ich Tee gekocht. Ein Tee ist meistens ein guter Anfang für viele Tätigkeiten :)
Ding #008

Zur Abwechslung habe ich ihn aber nicht getrunken – Kamille-Tee ist aber ohnehin nicht so meine Lieblingssorte!

Während der Tee abkühlte, richtete ich den Rest der Zutaten zusammen.
Ding #008
Ganz links: das Teufelszeug a.k.a. NaOH.
Daneben: 2 Minifläschchen Sesamöl, einen Rest Rizinusöl (Überbleibsel vom September, Rizinusöl verwende ich äußerst selten zum Kochen 😀 ), Kürbiskernöl, Kokosöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Distelöl.

Sorgfältig abwiegen.
Ding #008

Alle Öle zusammen in einem Topf – das Kürbiskernöl ist offensichtlich relativ schwer und hat sich unten abgesetzt.
Ding #008

Dann habe ich mich vermummt.
Ding #008
Die weiteren Vermummungsschritte habe ich nicht dokumentiert – ich will ja keinem Angst machen 😀

NaOH abwiegen, auch sehr exakt und vorsichtig.
Ding #008

Danach gibt’s lange keine Fotos. Aus den ganzen Einzelzutaten wurde dann irgendwann rohe Seife und die habe ich in meine neue Seifenform eingefüllt (die ich am Tag zuvor unter Einsatz meines Lebens mit Backpapier ausgekleidet hatte)
Ding #008

Und weil ich zu viel Seife gemacht für die Form hatte, füllte ich spontan noch eine Eispackung – allerdings nicht voll. Vor allem die kleine Form habe ich gut abgedeckt, damit vielleicht auch hier der Gelprozess einsetzen konnte.
Ding #008

Der Gelvorgang in der großen Form kam leicht in Gange:
Ding #008

In der kleinen Form hat das nicht ganz so gut geklappt.
Ding #008

Und schließlich war die Seife hart genug zum ausformen und schneiden.
Ding #008

Fertig!
Ding #008

„Tomte“ heißt sie – nach dem schwedischen Hausgeist, den es auf jedem Hof gibt.