Die Abenteuer der Schleicherbande

– in weiß-blau und andersfarbig

4. November 2016
von Annette Schleicher
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Die Bank

Anfang Oktober zog eine alte Eckbank bei uns ein.
Ihre alten Besitzer wollten sie nicht mehr und stellten sie in einer Facebook-Geschenkeseite ein.
Zugegebenermaßen war sie optisch jetzt nicht ganz so der Hit.
Aber Micha und ich liebäugelten schon eine ganze Weile mit einer Eckbank. Und einer alten Eckbank zu neuem Leben zu verhelfen ist ja auch eine gute Tat, oder?

Ich schlug also zu; packte die in Einzelteile zerlegte Bank und ein Glas voller Schrauben in den Caddy und brachte sie nach Hause.
Die Teile waren einfach nur sau schwer. Ursprünglich hatte ich geplant, die Bank auf dem Dachboden zusammen zu setzen. Der Plan wurde schnell verworfen; die Bank wurde im Erdgeschoss zwischengelagert.
Eckbank 1

Die Polster abzumachen entpuppte sich als schwieriger als vermutet; die Schrauben waren fast alle rund und ließen sich nur mit viel Überredungskraft (danke, Micha! :* ) entfernen. Die Polster wurden ersteinmal verbannt; wir wollten uns erst einmal um den hölzernen Teil kümmern.

Letztes Wochenende brachten wir die Kinder zu meinen Eltern – Herbstferien! – und so gab es endgültig keinen Grund mehr, die Bank nicht aufzubauen. Ich durchforstete erst einmal das Schraubenglas und stellte fest, dass jede Menge Schrauben mutterlos waren, generell zu wenig dicke Schrauben dabei waren und so ging ich erst einmal einkaufen.
Nach viel Gefluche, gewackle und kräftiger Hilfe von Micha stand sie am Montag Abend dann endlich: noch nicht fest, eher locker verschraubt, aber sie stand!
Eckbank 2

Das Eckteil war mir beim Ausladen aus dem Caddy auseinandergebrochen und auf den Fuß gefallen. Es wurde geleimt und gespachtelt und danach angeschliffen, damit der Lack halten würde.
Eckbank 3

Weil wir die Bank ein wenig in Richtung „Shabby Chic“ trimmen wollte, kam zuerst ein ziemlich hässlicher Anstrich in schwarz-blau. Brr! Wer gedacht hatte, dass die Bank nicht mehr hässlicher hätte werden können, wurde eines besseren belehrt.
Eckbank 4

Ein Tag später dann der erste Anstrich in fast-weiß – noch ganz schön fleckig:
Eckbank 5

Und irgendwann war das hellgrau dann tatsächlich recht deckend.
Eckbank 6

Heute sollte dann eigentlich der krönende Abschluss kommen: „nur noch“ die Polster frisch beziehen, das Ding fest zusammen schrauben und ab damit in die Ecke.
Aber die Bank wehrte sich. Meinen alten Polsternagler konnte ich nicht mehr finden; ich brauchte einen neuen. Der alte Polsterstoff wollte nicht ab. Der neue Polsterstoff sollte eigentlich schon am Mittwoch kommen und kam erst heute. Der neue Polsternagler schrottete erst einmal jede Menge Klammern. Die Polster wollten nicht in die alte Form zurück. Dann hielten die Schrauben schlecht. Und am Ende brauchten wir noch eine halbe Ewigkeit und die Geduld und Kraft meines lieben Ehemanns um sie dann auch endgültig aufzubauen.
Aber: sie steht. Und sie sieht großartig aus!
Ende gut, alles gut!

Kaum wieder zu erkennen, oder?

13. Oktober 2016
von Annette Schleicher
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Kreativer Mittwoch #4 – Ziel in Sicht!

Oder eben Donnerstag … aus Mangel an Mittwoch …

Anfangs des Jahres nahm ich mir ein großes Ziel vor: für jede Woche des Jahres wollte ich ein Paar Socken fertig bekommen.
Das ist fast erreicht! 47 Paar habe ich fertig, drei weitere auf den Nadeln.
Wenn die fertig sind, fehlen also nur noch zwei Paar.

Deshalb werde ich jetzt auch die Anzahl der gleichzeitigen Sockenpaare reduzieren. Ich bin gerade mehr im Tücher-Strick-Modus und habe langsam genug von Socken (auch wenn ich die weiterhin mag und vor allem eben toll ist, dass es so kleine Projekte sind und die schnell fertig werden).
Ich werde also versuchen, mich zukünftig auf ein Sockenpaar auf den Nadeln zu beschränken und daher erst einmal meine jetzigen Socken fertig stricken, bevor ich das nächste Paar anschlage.

Fertig!

Hermione’s Everyday Socks von Erica Lueder
Die Socken sind wie erwartet am Wochenende fertig geworden und recht unspektakulär.
Hermione

Work in Progress!

Dragon Wing Cowl von Jessie Rayot
Eigentlich bin ich fertig. Nun ja, fast. Aktuell fehlen noch die Knöpfe, da war ich bisher zu faul, die anzunähen. 🙂
Die Farbe ist nicht ganz so geworden, wie ich mir das vorgestellt hatte. Eigentlich wollte ich kein braun, sondern ein grau-lila. Nunja, das muss ich wohl noch etwas üben.
Dragon Wing Cowl

Wendel von General Hogbuffer
Die Ferse habe ich mittlerweile hinter mir; ich werde versuchen, das Paar am Wochenende fertig zu bekommen. Das Muster mag ich nach wie vor, es ist sehr hübsch und doch sehr einfach zu stricken.
Wendel

Elefanthuen #2 #1 von Henriette Roued-Cunliffe
Bei Felix‘ Elefanthuen bin ich gerade am Halsteil. Der Plan ist, bis nächster Woche die Runden unten beendet zu haben.
Elefanthuen

Scrappie von Adrienne Fong
Das wird ganz schön bunt, aber immerhin bin ich auch hier über die Ferse hinaus und danach ist das Ende immer absehbar und vor allem toll strickbar, weil die Fußsohle glatt rechts ist.
Scrappie

SlipStripeSpiral von Mylene Pijpers
Vielleicht schaffe ich es bis nächste Woche bis kurz vor die Ferse zu kommen und auf die freue ich mich schon: ein Sweet Tomato Heel.
Spannend ist, was wohl der „Hinge“ an meinem Fuß sein könnte, bis zu dem ich stricken sollte, bis ich die Ferse anfangen kann. Ich vermute, ich weiß es, aber ob die Socken dann auch passen werden? 😉
SlipStripeSpiral

Luckdragon Mystery Shawl von VeryBusyMonkey
Aktuell bin ich bei Clue 2, an der ersten von 2 Wiederholungen, Zeile 20 (von knapp 50). So ehrgeizig, dass ich bis zum Wochenende Clue 2 komplett fertig bekommen will, bin ich nicht. Die erste Wiederholung wäre schön, ja.
Luckdragon

Reschdli
Meine Restedecke hat wieder 7 Quadrate dazu bekommen, dieses mal sogar an einem Stück.
Reschdli

Building Blocks von Stephen West
Huch, und schon wieder hat sich ein Projekt einfach so dazwischengeschoben.
Building Blocks ist ein Mystery KAL, der am letzten Wochenende eigentlich gestartet wäre. Er wurde auch gestartet, ich hatte zu dem Zeitpunkt auch schon das Muster, aber: keine Wolle.
Die kam erst gestern (bzw. 3 von 4 Knäuel, das vierte hatte ich schon) und ich musste erst noch färben. Das habe ich gestern Abend auch noch getan und jetzt hoffe ich, dass die Wolle bald trocken ist und ich anstricken kann!

Die Eckbank
Noch so ein spontanes Projekt, das sich vorgedrängelt hat.
Seit gestern Abend steht eine alte Eckbank bei uns im Esszimmer – noch zerlegt. Immerhin weiß ich mittlerweile, dass ich die Polster abschrauben kann.
Der Plan ist:
1. Polster abschrauben
2. Zusammenbauen
3. Abschleifen
4. Schadstellen ausbessern (gestern ist mir ein Teil abgebrochen und auf den Fuß gefallen – au!)
5. Verschiedene Farbschichten auftragen
6. Auf alt trimmen
7. Polster neu beziehen
Alles in allem also ein größeres Projekt und ursprünglich wollte ich das auf dem Dachboden machen, aber sie war mir dann zu unhandlich und zu schwer, also wird das an Ort und Stelle erledigt und vielleicht auch schneller als wenn sie oben steht.
Eckbank

Geplant!

Elefanthuen #3
Wenn Felix einen Elefanthuen bekommt, braucht natürlich auch Wendelin einen. Wendelin ist deshalb der letzte, weil der zur Not auch noch seine alte Mütze aufsetzen kann.

Fingerlose Handschuhe #1 / #2 von Sarah Murley
Häkelnadel ist mittlerweile vorhanden, aber ich habe festgestellt, das MagicLoop wegen zu wenig Maschen nicht gut funktioniert. Ich werd’s noch mal mit einem 5er-Nadelspiel probieren müssen …

Hui Blue Kettenrasseln von Michaela Klein
Für die Odersocke-Wolle auf Ravelry wird im letzten Quartal mein „Mondlicht“ zusammen mit dem „Musterjoker“ vernadelt werden. Hui Blue hab ich schon eine Weile in der Ravelry Queue und ich glaube, dass Wolle und Muster gut zusammen passen.
Außerdem passt Kettengerassel natürlich hervorragend zu Halloween!

Stinos in Lila für Wendelin
Das wird das nächste Sockenpaar!

Schnabelina Tasche in SMALL
Leider fehlt mir nach wie vor mein Schrägband. Ich hoffe, das kommt bald.

5. Oktober 2016
von Annette Schleicher
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Kreativer Mittwoch – Willkommen im Oktober!

In Altusried ist immer Ende September / Anfang Oktober „Alternativer Markt“. Traditionellerweise ist der immer am Tag der deutschen Einheit und an dem Wochenende, das besser dazu passt.
Da hat man als Einheimischer dann drei Möglichkeiten: ab auf den Markt, sich von den Besuchermassen niedertrampeln lassen und die Bierinsel suchen ODER die Flucht ergreifen – je weiter weg, desto besser ODER sich zu Hause vergraben und möglichst wenig nach draußen bewegen.
Wir haben uns für die dritte Variante entschieden und zuhause verbracht.

Fertig!

Tragical Comical von Claire Ellen
Das erste fertige Projekt für diese Woche – ein paar Socken für Felix, nachdem sie dem eigentlichen Empfänger nie gepasst hätten weil sie zu eng waren.
Für Felix habe ich dann die Anzahl der Sohlenmaschen noch etwas reduziert, jetzt passen sie perfekt … und Schuhgröße 34 passt auch schon meinen Plastikfüßen.
Tragical Comical

Elefanthuen #1 von Henriette Roued-Cunliffe
Auch hier bin ich fertig, auch dieses Projekt passt (und zwar dem richtigen)! Noch ist es zu warm dafür, aber die erste kalte Nacht kommt sicherlich, in der er darüber froh ist.
Elefanthuen

Neptunia von Agata Mackiewicz
Eigentlich wollte ich bis heute den zweiten Teil fertig haben. Dann hat es mich aber gepackt und ich habe auch den dritten Teil angefangen und am Montag mit vielen kleinen Mäusezähnchen abgekettet und über Nacht gespannt.
Der dritte Teil der Wolle ist ein High Twist Garn mit Silberfaden (in „Polarlicht“) von Schwedenrot-Sternenglanz.
Neptunia

Work in Progress!

Hermione’s Everyday Socks von Erica Lueder
Inzwischen bin ich über die Ferse. Ich denke, diese Socken werden am Wochenende fertig werden.
Hermione

Wendel von General Hogbuffer
Das Muster macht echt Spaß! Mittlerweile bin ich kurz vor der Ferse; ich werde die eigentlich vorgesehene Ferse aber durch ein Fish Lips Kiss Heel ersetzen.
Wendel

Dragon Wing Cowl von Jessie Rayot
Nach 116 Reihen werden jetzt die einzelnen Runden deutlich weiter! Mal schauen, vielleicht wird der Cowl bis nächste Woche (zumindest stricktechnisch) soweit fertig. Wann ich zum Färben komme und wie genau ich das machen werde, weiß ich noch nicht.
Aktuell bin ich bei Reihe 150.
Dragon Wing Cowl

Elefanthuen #2 #1 von Henriette Roued-Cunliffe
Für Felix soll es auch einen Elefanthuen geben und er hat sich orange gewünscht. Gestrickt wird also aus Wollmeise in „Sonne“.
Elefanthuen

Scrappie von Adrienne Fong
Das Muster ist da und natürlich habe ich gleich angeschlagen. Gestrickt wird aus meinem großen Beutel Sockenwollreste. Ich versuche, den richtigen Mittelweg zwischen „langweilig“ und „viel zu bunt“ zu erwischen.
Scrappie

SlipStripeSpiral von Mylene Pijpers
Ich mag ja eigentlich keine Socken, die von den Zehen aufwärts gestrickt werden. Hier fand ich den Anschlag aber gar nicht so schlimm, weil es am Anfang nur ganz wenige Maschen waren und das Strickstück schnell weiter wurde.
Wie man erahnen kann, wird es zwei gegengleiche Socken geben: einen mit gelben Spitzen, Ferse und Bündchen, einen mit roten.
Gestrickt wird aus Hot Socks Neon in „Gelb“ und Regia Zoofari Color in „Chameleon Sophie“
SlipStripeSpiral

Luckdragon Mystery Shawl von VeryBusyMonkey
Ein Tuch ist von den Nadeln, der Glücksdrache wollte angeschlagen werden.
Die Wolle ist ein „Wollcandy“ in „Kirschblüte“, das einen ganz ganz subtilen Farbverlauf von Rosa zu Fast-Weiß durchmacht.
Ich bin gespannt, ob ich Clue #1 bis zum Wochenende wenn Nummer 2 heraus kommt, fertig bekomme. Ich glaube es ja ehrlich gesagt nicht, auch wenn ich jetzt schon die erste Musterwiederholung geschafft habe – aber die zweite ist deutlich breiter!
Luckdragon

Reschdli
Meine Restedecke hat wieder 7 Quadrate dazu bekommen, wie geplant.
Reschdli #1
Reschdli #2

Geplant!

Elefanthuen #3
Wenn Felix einen Elefanthuen bekommt, braucht natürlich auch Wendelin einen. Wendelin ist deshalb der letzte, weil der zur Not auch noch seine alte Mütze aufsetzen kann.

Fingerlose Handschuhe #1 / #2 von Sarah Murley
Für die beiden Kinder in der Übergangszeit bis „richtiges“ Handschuhwetter herrscht. Mit Häkelkette (ich brauch noch ne Häkelnadel!) damit sie nicht den üblichen Tod durch Verlieren erleiden müssen …

Hui Blue Kettenrasseln von Michaela Klein
Für die Odersocke-Wolle auf Ravelry wird im letzten Quartal mein „Mondlicht“ zusammen mit dem „Musterjoker“ vernadelt werden. Hui Blue hab ich schon eine Weile in der Ravelry Queue und ich glaube, dass Wolle und Muster gut zusammen passen.
Außerdem passt Kettengerassel natürlich hervorragend zu Halloween!

Stinos in Lila für Wendelin
Wendelin mag lila. Und er will auch mal ein paar Socken. Und ich habe noch jede Menge lila Wolle übrig, die aktuell mein Projektkörbchen verstopft.

Schnabelina Tasche in SMALL
Für mich als neue Handtasche. Die jetzige wird nicht mehr lange leben, fürchte ich. Stoff und Zutaten sind bestellt, eine neue Schneiderschere habe ich auch schon. Und das Schnittmuster ist auch schon ausgedruckt!

28. September 2016
von Annette Schleicher
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Kreativer Mittwoch #2 – weiter geht’s!

Das hat ja gut funktioniert diese Woche! Fast ein bisschen zu gut, was aber daran liegt, dass ich am Wochenende krank war und außer doof rumzusitzen und vor mich hinzustricken nicht viel anderes getan habe.

Und so ist – trotz gar nicht so hoher Erwartungen meinerseits – dann doch einiges fertig geworden. Aber seht selbst!

Fertig!

Pfaffenwinkel von Sonja Köhler
Ein schönes, einfaches, kostenloses Muster.
Das letzte Mal fehlten nur noch die Spitzen, die sind dann auch wie erwartet schnell fertig geworden. In einer Facebookgruppe wurde angemerkt, dass es schade ist, dass das Muster so untergeht. Naja. Das ist natürlich schon ein bisschen so, aber ich stricke einfach viel zu gerne mit bunter Wolle und ich stricke überhaupt nicht gerne „Stinos“, also „stink-normale“ Socken.
Da werfe ich vor lauter Langeweile das Strickzeug hin. Ein bisschen Muster muss schon sein beim Stricken! Ob man es dann hinterher gut sieht, ist mir tatsächlich nicht so wichtig. Ich weiß ja, dass es da ist und bei wirklich aufwändigen Mustern schaue ich dann, dass ich schöne einfarbige Wolle nehme, damit man das auch angemessen bewundern kann 🙂
Pfaffenwinkel

Und das bringt mich dann auch zu:

Neverland and Oz von Heidi Nick
Das ist ja auch ein kostenloses Muster, aber es hat es ganz schön in sich! Wer Angst vor Verzopfungen hat, sollte sich vielleicht ein anderes Strickmuster aussuchen (oder es als Konfrontationstherapie benutzen … )
Es ist jedenfalls auch fertig geworden und ich hoffe, sie passen der neuen Besitzerin!
Neverland and Oz

Jogginghose für Micha
Das letzte Mal war ich am Schnittmuster ausschneiden und zusammenkleben (wobei der Schnitt dann stark modifiziert wurde – er war zu weit und zu kurz!), am Donnerstag Abend wurde der Stoff ausgeschnitten und am Samstag Vormittag dann zusammen genäht, weil ich Micha die neue Hose dann mitbringen wollte.
Sie passt, ist bequem und – leuchtet! 🙂
Jogginghose

Bis zum nächsten Mal wird wohl definitiv weniger fertig werden!

Work in Progress!

Tragical Comical von Claire Ellen
Letzten Mittwoch war ich noch der Meinung, ich würde dieses Paar für Micha stricken. Ich hatte mich aber gründlich geirrt.
Am Freitag kam der letzte Clue für die Socken heraus. Bis zu dem Zeitpunkt war ich direkt an der Ferse. Und bald bekam ich die Befürchtung, dass das wohl nichts werden würde, dass die Socken trotz 72 Maschen meinem Mann nicht passen würden (normalerweise stricke ich für ihn 68 am Schaft und reduziere dann auf 64 am Fuß).
Ich probierte sie also kurzerhand selbst an und bekam sie kaum über meinen Knöchel. Mist. Sie waren einfach sooo eng!
Was tun? Komplett ribbeln und neu machen? (Ehm, nein.) Komplett ribbeln und die Verzopfungen auf der glatten Seite weglassen? (Besser. Aber … nein!) Einfach nur ribbeln oder komplett in die Ecke werfen? (Eine Option, aber schade um die viele Arbeit, die schon drin steckt.)
Wem könnten sie denn noch passen? Mir offensichtlich schon mal nicht und das obwohl meine eigenen Füße trotz Schuhgröße 41 schmal sind. Aber … das große Kind hat auch schon Schuhgröße 34, also fast Erwachsenenmaßstäbe. Und die sind (noch) schmal! Und er liebt gelb!
Ich habe ihn also gefragt, ob er die Socken haben will, wenn sie passen. Er wollte (klar, gelb!) und sie gingen auch über seine Knöchel drüber. Also werden es jetzt seine.
Ich habe jetzt bei beiden Socken noch etwa 2cm Muster vor mir, danach kommt die Spitze. Ich denke, das wird ein klarer Fall für die Fertig-Liste nächste Woche!
Tragical Comical

Elefanthuen #1 von Henriette Roued-Cunliffe
Das letzte Mal was ich grob auf Ohrhöhe, mittlerweile ist der Hut an sich fertig, es fehlt nur noch das Bündchen zum Gesicht hin. 1 cm ist fertig; ich denke ich werde auf 2-3 cm kommen. Das sollte auch bis nächste Woche schaffbar sein!
Elefanthuen

Neptunia von Agata Mackiewicz
Am Wochenende habe ich mich an die Arbeit gemacht und die ganzen Maschen für den zweiten Teil dann auch aufgenommen. Ich muss drei Musterwiederholungen stricken, aktuell bin ich an der zweiten (noch nicht ganz in der Mitte). Ich hoffe, dass ich bis nächste Woche Teil 2 soweit abschließen kann!
Die Wolle ist von Rendezvous Forever in „Precious“ – sooo weich, so kuschelig!
Neptunia

Hermione’s Everyday Socks von Erica Lueder
Neu auf den Nadeln. Das Muster ist sehr sehr einfach, kaum zu sehen, was sich bei wilder Wolle gut macht und es geht recht schnell voran. Ich denke, ich werde an die 15cm Schaft stricken (aktuell sind’s 10), bevor ich mit der Ferse beginnen werde. Fertig werden die Socken bis nächste Woche aber eher nicht; ein Paar pro Woche reicht und ich habe ja noch ein paar andere Projekte!
Die Wolle ist von Frau Odersocke in „Wasserstelle“.
Hermione

Wendel von General Hogbuffer
Huch, was ist denn das? Das stand ja letzte Woche gar nicht auf der Planung. Stimmt! Aber sie stehen schon eine ganze Weile auf meiner Ravelry-Queue und nachdem ich ja eigentlich immer drei Sockenpaare auf den Nadeln habe und ich die sonstigen geplanten noch nicht anschlagen konnte, musste spontan ein neues Projekt her.
Die Muster von General Hogbuffer sind immer gut geschrieben, manchmal recht außergewöhnlich, aber eigentlich alle toll!
Jetzt hab ich ihn als Drittprojekt auf den Nadeln, die gehen ja immer sehr langsam vorwärts.
Wendel

Dragon Wing Cowl von Jessie Rayot
Ich habe ihn angeschlagen in naturfarbener Wolle wie geplant. Aktuell sind 50 Reihen kraus rechts gestrickt, das ging recht schnell. Und so gern ich naturweiß mag, ich glaube dennoch nicht, dass ich den fertigen Cowl ungefärbt lassen werde. Das sieht aktuell sooo ökomäßig aus und das passt nicht zum Drachen! Vielleicht ändert sich das auch noch, ich glaube es aber nicht.
Dragon Wing Cowl

Reschdli
Meine Restedecke hat 7 Quadrate dazu bekommen, wie geplant. Schön!
Reschdli #1
Reschdli #2

Geplant!

Elefanthuen #2/#3
Am Wochenende, wenn Elefantenhut #1 dann hoffentlich fertig ist, werde ich #2 anschlagen: für Felix in Wollmeise „Sonne“.

Scrappie von Adrienne Fong
Am Wochenende erscheint endlich das Muster! Ich freu mich!

SlipStripeSpiral von Mylene Pijpers
Sobald Tragical Comical von meinen Nadeln verschwunden ist, werde ich wohl die SlipStripeSpirals anschlagen.

Luckdragon Mystery Shawl von VeryBusyMonkey
Auch hier wird der erste Clue am Wochenende herauskommen und mittlerweile habe ich die Wolle dafür bekommen!

Fingerlose Handschuhe #1 / #2 von Sarah Murley
Für die beiden Kinder in der Übergangszeit bis „richtiges“ Handschuhwetter herrscht. Mit Häkelkette (ich brauch noch ne Häkelnadel!) damit sie nicht den üblichen Tod durch Verlieren erleiden müssen …

Schnabelina Tasche in SMALL
Für mich als neue Handtasche. Die jetzige wird nicht mehr lange leben, fürchte ich. Ich muss aber erst einmal Stoff zusammensuchen …

21. September 2016
von Annette Schleicher
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Kreativer Mittwoch #1 – ein Versuch

Ich bin offenbar nicht gut darin, über fertige Projekte zu bloggen.
Ich mag aber unheimlich gern Kreativ-Podcasts – ob das jetzt über’s Stricken, Häkeln, Basteln oder Nähen geht ist dabei nebensächlich.
Ich finde die Regelmäßigkeit und dass man quasi dabei zusehen kann, wie etwas über einen längeren Zeitraum fertig wird, echt interessant.

Video-Podcasten ist für mich aber eher nicht das richtige. Ich mag mich in Videos nicht, ich will auch nicht lange etwas zusammenschneiden und dann hochladen. Schreiben ist super, denn das kann ich auch eher mal nebenbei und wenn ich nicht fertig werde oder die Kinder zwischendrin reinplatzen ist das nicht tragisch.

Ich werde versuchen, einmal pro Woche über abgeschlossene Projekte und WIPs zu berichten. Manche werden schneller fertig und andere eher langsam, was natürlich mit der Größe des Projekts, meiner Lust/Laune/Zeit und auch damit zusammenhängt, wie viel sich aktuell auf/unter den/der Nadel/n tummelt.

Ich habe dieses Jahr schon viel gestrickt. Ich werde jetzt auch nicht alles zeigen, aber die vor kurzem fertig gewordenen Projekte dann doch 🙂

Fertig!

Little Thorn Rose
Mein allererstes eigenes Strickmuster. Man kann es kostenlos downloaden, ich freue mich ja auch immer über kostenlose Muster. Es hat einen ungewöhnlichen Maschenanschlag (den „Kanalinsel“-Anschlag) und verwendet eine Sternspitze.
Ich bin jetzt schon sehr gespannt, ob es tatsächlich jemand nachstricken wird!
Die Wolle ist von Wollmeise („Pure“ in Rosenrot). Strickt sich hervorragend und die Maschendefinition ist super!
Little Thorn Rose

Eggses von Rich Ensor
Ein (kostenloser) MOCK („Mystery Sock“) der Sock Knitters Anonymous auf Ravelry. Über einen Monat wird jede Woche ein Teil des Musters veröffentlicht, man weiß also vorher nicht, was da auf einen zukommt.
Es war ein sehr aufwändiges Muster, das Resultat kann sich aber auf alle Fälle sehen lassen!
Die Wolle ist von Frau Odersocke („Mustertauglich Peach“).
Eggses

Cumulus von Carissa Browning
Cumulus ist aus einem eBook, das ich besitze („New directions in Sock Knitting“) und wird immer „muschelweise“ gestrickt, also nicht rundum wie normale Socken.
Das ist recht ungewöhnlich und die Socken sind auch nicht für jeden Fuß geeignet – für meine auf jeden Fall schon mal nicht. Ich habe lange, aber sehr schmale Füße und das geht dann einfach nicht.
Umso besser, wenn man auch noch andere Menschen bestricken kann, die sich über Socken freuen!
Aus „Gipfelwolle“ in „Rotes Röschen“ … eine tolle Farbe, deshalb habe ich mein Projekt auch „Rosa Wölkchen“ getauft 🙂
Cumulus

Work in Progress!

Pfaffenwinkel von Sonja Köhler
Das Muster ist kostenlos. In einer Ravelry-Gruppe haben wir dazu ein Gemeinschaftsprojekt gegründet – insgesamt 3 von uns hatten sehr ähnliche Wolle (blau-weiß) und haben das gleiche Muster damit gestrickt.
Meine Variante ist für meinen Mann (Schuhgröße 45/46) und ich stricke ein Fish-Lips-Kiss-Heel anstatt der eigentlich vorgesehenen Ferse.
Aktuell fehlt bei mir nur noch die Spitze; ich hoffe, ich bekomme die Socken heute Abend fertig!
Pfaffenwinkel

Neverland and Oz von Heidi Nick
Der MOCK der Sock Knitters Anonymous für September 2016 ist auch kostenlos. Heidi verwendet eigentlich fast immer „Fleegle Heels“, eine sehr interessante Ferse!
Bisher sind 3 von 4 Musterteilen veröffentlicht, morgen müsste der letzte Teil erscheinen.
Da die Socken in Größe 37 gestrickt werden, sollten sie dann auch schnell fertig werden!
Die Wolle ist semisolide „Zitrone“ von Frau Odersocke.
Neverland and Oz

Tragical Comical von Claire Ellen
Auch ein MOCK, dieses Mal aber von Claire Ellens Sockenclub. Auch bei dem Muster gibt es vier Teile und drei sind bereits veröffentlicht.
Ich stricke für Micha, da wird sich Teil 4 ganz schön ziehen. Dafür hoffe ich, dass die „neongelben“ Hotsocks dann auch gut zur ADAC Hose passen werden 😀
Tragical Comical

Elefanthuen #1 von Henriette Roued-Cunliffe
Noch ein Projekt für Micha, dieses Mal ein Elefanthuen, wörtlich übersetzt heißt das wohl „Elefantenhut“.
So ein bisschen erinnert einen das Kleidungsstück an mittelalterliche Gugeln ohne Zipfel: Kragen/Schal/Mütze in einem.
Gestrickt wird aus kuschelweicher High Twist Merino von Etherische Öle (meine absolute Lieblingswolle) auf Nadelstärke 2,25 bzw. 3.
Aktuell dürfte ich in etwa auf Ohrhöhe sein. Ich muss noch 7 weitere cm nach oben stricken, bevor ich dann die Mütze nach vorne weg schließen kann. Ich hoffe, die Wolle reicht.
Danach kommt dann noch das Bündchen, aber das kann ich notfalls auch aus farblich passender uni-blauer Wolle stricken.
Elefanthuen

Neptunia von Agata Mackiewicz
Das Tuch besteht aus drei Teilen; der innere ist bereits fertig. Jetzt kommt der Lace-Teil in einer anderen Wolle, danach die Kante aus einer dritten.
Der innere Teile ist auch High Twist von Etherische Öle und erinnert mich so ein bisschen an Strand-Sand-Sonne-Meer.
Aktuell habe ich keine Lust, die vielen Maschen aus dem inneren Teil aufzunehmen, deshalb ruht das Projekt gerade nach der Fertigstellung des Innenlebens so ein bisschen.
Neptunia

Reschdli
Mein Langzeitprojekt um Sockenwollreste zu verarbeiten.
Sehr viele Quadrate habe ich noch nicht gestrickt, aber es geht ganz langsam vorwärts. Ich werde versuchen, ab jetzt wieder ein Quadrat pro Tag auf die Reihe zu bekommen.
Reschdli

Jogginghose für Micha
Bisher habe ich nur angefangen, das Schnittmuster zusammenzusetzen. Ich denke, das werde ich heute Abend soweit fertig bekommen, morgen dann evtl. zuschneiden und über’s Wochenende nähen 🙂

Geplant!

Elefanthuen #2 und #3
Die Kinder brauchen neue Mützen und durften sich Wolle aussuchen.
Felix wollte unbedingt Orange. Leider hatte die ursprünglich extra gefärbte Wolle einen echten Drehwurm: ich bekam sie nicht gewickelt, sie war komplett verheddert.
Deshalb wird’s jetzt Wollmeise in gelb-orange Tönen, ich denke, das wird ihm auch gefallen.
Wendelin hat sich von Etherische Öle High Twist ausgesucht, mit Blau-Lila-Orange.

Scrappie von Adrienne Fong
Der MOCK wird im Oktober stattfinden. Wer sich in der Ravelry-Gruppe „carefree kals & other things“ anmeldet und dort im KAL-Thread anmeldet, bekommt das Strickmuster bis Ende September kostenlos.
Geplant ist, ein Paar Socken aus lauter Resten zu stricken. Wollreste habe ich genug, also bin ich dabei!

Hermione’s Everyday Socks von Erica Lueder
Das wird mein nächstes Projekt wenn die Pfaffenwinkel von den Nadeln sind.
Wolle wird „Wasserstelle“ von Frau Odersocke.

SlipStripeSpiral von Mylene Pijpers
Ich hoffe, dass die neongelben „Tragical Comical“ genug Garn übrig lassen, so dass ich als eine der beiden Farben „neongelb“ verwenden kann.
Besonders gespannt bin ich auf die Ferse, das „Sweet Tomato Heel“ von Cat Bordhi.

Dragon Wing Cowl von Jessie Rayot
Gestern habe ich mich spontan verliebt, deshalb wird das ein relativ schnelles Zwischendurchprojekt werden.
Stricken werde ich in naturfarbener „Aran weight“ Wolle. Wenn mir das so gefällt, ist das gut, aber ich glaube eher, dass ich nachträglich färben werde.

Luckdragon Mystery Shawl von VeryBusyMonkey
Mein allererster Mystery Shawl.
Die passende Wolle habe ich bestellt. Noch ist sie nicht da, ich hoffe, sie kommt in den nächsten Tagen, damit ich pünktlich anstricken kann!

27. September 2015
von Annette Schleicher
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Muschelseife

Lange habe ich überlegt. Soll ich das veröffentlichen oder lieber nicht?

Offensichtlich habe ich mich dafür entschieden.

Lasst mich kurz zusammenfassen.
Im Juli letztes Jahr ließ ich mir die Haare raspelkurz schneiden. Sie waren kaputt – die Farbe der letzten Jahre ist ihnen nicht gut bekommen.
Also entschied ich mich: ab mit den Fusseln um sie dann – ganz ohne Farbe und andere Gemeinheiten für die Haare – wieder lang wachsen zu lassen.
Seit etwas mehr als einem Jahr wasche ich meine Haare mit Seife. Haarseife? Ja, das funktioniert, man darf allerdings nicht die übliche Markenseife aus dem Supermarkt dazu verwenden, sondern eine richtige Seife (manche nennen sie auch „Naturseife“). Eine allgemein „richtige“ Seife gibt es nicht: Seifen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung (Naturseifen bestehen nur aus Ölen, NaOH, das dann die Öle verseift, es bleibt also kein NaOH übrig und eventuell Farb- und Duftstoffen) und der Überfettung (also der Anteil der unverseiften Öle in der Seife).
Aus irgendeinem Grund sind die meisten Haarseifen-Hersteller online der Meinung, dass Überfettungen um die 2-4% für Haarwäschen ideal sind. Meine Haare kichern da leise drüber.
Ich habe also relativ schnell angefangen, meine Seife selbst zu sieden und nachdem meine erste Seife bis heute die Seife ist, die am allerbesten für meine wilden, störrischen Locken ist und auch jede Menge anderen Leuten sehr gut gefällt, habe ich jetzt beschlossen, das Rezept öffentlich zu stellen.

Also bitte:
Ihr dürft sie gerne nachsieden, allerdings nicht kommerziell.
Seid fair!

Hier kommt also das Rezept für Muschelseife (es sind keine Muscheln drin, aber ich hab die Seife nach einem Forennickname benannt).

Achtung: für Glatthaars dürfte die Überfettung zu hoch sein.
Ich erkläre euch hier nicht, wie Seifensieden funktioniert – das müsst ihr schon können. Überfettungen berechnen zeige ich euch (zumindest heute) auch nicht. Ich gehe davon aus, dass ihr das schon könnt. Seife sieden ist nicht ganz ungefährlich, bitte haltet euch beim Sieden an die üblichen Sicherheitsvorkehrungen wie Schutzbrille/Handschuhe/Schürze. Kinder und Haustiere wegsperren!

Aber genug der Worte, hier das Rezept für knapp 500g Öle.

Muschelseife

Die Öle

125g Kokosöl
100g Kakaobutter
100g Sheabutter
54g Sonnenblumenöl
52g Mangobutter
43g Babassuöl
21g Rizinusöl

Flüssigkeit
Ausschließlich Kokosmilch. Kein Wasser!

Sonstiges
5ml ätherisches Rosmarinöl.
Keine Farbstoffe.

Überfettung
23%. Das ist eine Hausnummer – aber probiert’s einmal aus, wenn ihr Locken habt (oder die Haare hohe Überfettungen mögen, obwohl sie glatt sind)

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr die Seife nachsiedet und mir hier davon berichtet!

4. September 2015
von Annette Schleicher
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Quark

„Was ist das?“ frage ich in die Runde.
Jonas zu meiner rechten betrachtet die Tupperware-Schüssel interessiert und richtet sich auf. Es ist nicht überraschend, dass er die Frage gleich richtig und in einem ganzen Satz beantwortet. „Das ist eine Schüssel!“ sagt er.

„Sehr gut!“ lobe ich und frage die anderen: „Und welche Farbe hat die Schüssel?“
„Sie ist pink!“ behauptet William. Nun gut … das mit der Farberkennung ist nicht jedermanns Sache. „Nein!“ widerspricht sein Nachbar schnell. „Das ist orange!“

Recht hat er. Die Schüssel ist orange und sie steht in der Mitte unserer Stühle auf dem Boden. Hinter uns ist das Gemeindehaus, in dem wir uns zwei Mal in der Woche treffen. Heute ist unser Raum aus irgendeinem Grund zugesperrt und nachdem das Wetter halbwegs gut ist, sind wir ins Freie ausgewichen.
Ich öffne den Deckel der Schüssel. „Und was ist das?“
Ratlose Gesichter. So etwas hat noch keiner in der Runde gesehen. Was könnte das denn sein? Irgendeine weiße Masse mit vielen grünen Punkten – so viel ist sicher.
„Ich weiß es nicht“ gibt Musa schließlich zu.

Ich löse auf: „Das ist Quark!“
Ein Raunen geht um. Das ist also Quark. Quark, das mysteriöse Wort, das wir in den letzten zwei Stunden gelernt haben weil es ein Q beinhaltet. Quark, das sie zwar alle pflichtbewusst gelernt haben, das aber keiner in seine Heimatsprache übersetzen kann, weil es das Wort in den Sprachen schlichtweg nicht gibt.
Quark.
Schwierig auszusprechen ist es außerdem, wie so viele deutsche Wörter.

Der Inhalt der beiden Brotzeitdosen stellt dagegen kein Problem dar. Karotte und Paprika – beides wird schnell und richtig erkannt. Ich schnappe mir ein Karottenstück und zeige den Jungs, wie man den Quark (mit Kräutern, denn das sind die grünen Punkte) dippt.
Und sie machen alle mit. Es scheint zu schmecken, denn den Rest der anderthalb Stunden verbringen wir fröhlich Rohkost-Quark knabbernd – und ganz nebenbei plaudern wir. Über LKWs, die vorbeifahren und was die Abkürzung eigentlich bedeutet – über Christoph 17, der zwischendurch vorbeifliegt. Über Fahr- und Flugzeuge im Allgemeinen. Über das Wetter, Wolken, Sonne, Regenbogen und Gewitter.
Und ganz nebenbei, fast unbemerkt, kreist die Schüssel und die Brotzeitdosen.
„Gibst du mir bitte die Karotten?“ – „Ja, natürlich.“

Am Ende der Stunde ist eines klar: „Quark“ wird keiner mehr vergessen.

Zweimal wöchentlich bringe ich Flüchtlingen die deutsche Sprache bei. Zeit, die gut investiert ist: Flüchtlinge wollen und sollen sich integrieren – aber wer die Sprache nicht spricht, kann das nicht.
Zeit, die vor allem deshalb gut investiert ist, weil es wahnsinnig viel Spaß macht.

8. Mai 2015
von Annette Schleicher
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Annette sucht ein neues Deo (und findet es)

Schon vor Jahren behauptete meine Mutter, dass Aluminiumverbindungen in Deos schädlich seien.
Aktuell ist genau diese Behauptung wieder in aller Munde und auch wenn die Studie unter äußerst zweifelhaften Bedingen entstanden sein soll – ich bin unsicher.

Mein Lieblingsdeo bis dato war Nivea Dry Comfort Roll-On und das enthält gleich mehrere „Verdächtige“: Aluminum Chlorohydrate, Aluminum Sesquichlorohydrate, Magnesium Aluminum Silicate.

Die Debatte um Aluminium hätte ich auch ignorieren können – aber genauso gut kann man sich ja mal umsehen, ob es nicht doch Alternativen ohne Aluminium gibt. Vielleicht sind die ja genauso gut?

Ich startete einen ersten Versuch. Online hatte ich gelesen, dass reines Kokosöl durchaus als Deo-Ersatz herhalten kann. Das habe ich ohnehin für die Haarspitzen zuhause, die das sehr genießen. Und ja, es war definitiv ein Ansatz, es verhinderte Müffeln aber mir fehlte der Deo-Geruch. So ganz ohne fühlte mich einfach nicht wirklich wohl. Ich benutze kein Parfüm, aber so ein ganz dezenter Geruch – hmmm.

Also vielleicht doch ein gekauftes Produkt?
Probieren geht über studieren und so brauchte ich mein Lieblingsdeo auf und stiefelte in den Laden, genauer gesagt: in Kemptens Real-Markt.

„Damals“ – lang ist’s eigentlich noch nicht her, aber mittlerweile haben einige Hersteller reagiert und ihrerseits Alu-freie Deos herausgebracht – gab es da genau eine Marke mit Deos, die kein Aluminium enthielten: CD.
„Glücksgefühl“ hieß eins, das mir vom Duft her gut gefiel, also hab ich es mitgenommen.

Online-Recherchen ergaben, dass Aluminium das Schwitzen verhindert und man mit Alu-freien Deos demnach mehr schwitzt … und angeblich nicht müffelt. Aber: Glücksgefühl wich bald einem größeren Frust. Denn obwohl es nicht besonders warm war und ich eigentlich nie stark schwitze müffelte ich. Ein Oberteil zwei Tage in Folge tragen? Unmöglich. In der Mittagszeit musste ich nachlegen, sonst hätte ich den Tag nicht überstanden.
Und natürlich kam da die Frage auf: sind alle Aluminium-freien Deos so? Oder muss man nur das für einen selbst geeignete Deo finden? Menschen sind schließlich unterschiedlich und offensichtlich funktioniert Glücksgefühl bei einigen oder sogar vielen – nur eben bei mir nicht.

Als wir meine Eltern besuchten, schenkte mir meine Mutter ein anderes Deo, auch von CD, weil sie es vom Geruch her nicht mochte: Granatapfel! Vom Geruch her gefiel es mir besser – und juhuuu! es hielt auch besser den Müffelgeruch fern.
Das machte Mut, zur Not käme ich damit wahrscheinlich zurecht. Andererseits: dann hätte ich auch Kokosöl benutzen können, denn das war in etwa genauso effektiv. Vielleicht selbst rühren, das mache ich ja generell bei Haarpflegeprodukten?

Der Fernseher brachte mich davon ab. Nivea warb für ihr neues, aluminium-freies Deo. Nivea Fresh Pure heißt das neue Produkt und natürlich musste ich es ausprobieren, in der Hoffnung, dass es mein neuer Liebling werden könnte. Der Duft: nicht übel.
Und überhaupt, es wirkte besser als die vorhergegangenen Versuche.
Also doch wieder zurück zu Nivea? Fast schien es so.

Durch Zufall kam ich in einem Forum auf einen Deo-Thread und stieß natürlich auch dort auf die Aluminium-Frage. Alu ja oder nein? Die einen sagen, es sei sehr wahrscheinlich harmlos, die anderen waren sehr verunsichert und schworen, dass Aluminium der Teufel höchstpersönlich sein müsse.
Nunja, vermutlich trifft weder das eine noch das andere zu, aber ich beschloss, mir mal die INCI meiner Deos anzusehen. Bei anderen Pflegeprodukten mache ich das schließlich auch.
Und so kommt es, dass ich auch das neue Nivea-Produkt nicht mehr weiter verwenden möchte.

Ich las von Deocremes. Sehr interessant von den Inhaltsstoffen her, die waren deutlich besser als die der konventionellen Deos.
Aber wie sollte das funktionieren, wenn nicht einmal „professionelle“ Deos ohne Aluminium richtig wirkten?
Im Forum grübelte ich über eine Bestellung bei wolkenseifen.de nach.

Eine sehr, sehr nette Userin bot mir an, mir eine Probe zu schicken. Danke noch mal dafür! Begeistert nahm ich das liebenswürdige Angebot an und so bekam ich einen Briefumschlag mit zwei kleinen Tiegeln.
„Anno 1950“ und „weekender“. Das erstere etwas süßer, das zweite fand ich auch nicht schlecht, vielleicht etwas frischer insgesamt.
Ich probierte es an einem kühleren Tag aus: das Deo hielt. Juhuuu! Das war schon mal ein erster Erfolg. Ich genoß den Geruch von Anno 1950, fand ihn super 🙂 Über 7 Tage probierte ich die beiden Cremes aus, manche Tage waren auch richtig warm und ich hatte ordentlich schweißige Hände.
Die Deowirkung aber ist mit der meines ursprünglichen Lieblingsdeos furchaus vergleichbar! Ich schwitze vielleicht ein bisschen mehr – aber man riecht das nicht. Ich rieche abends immer noch frisch und dezent nach Deo und ich genieße das Gefühl.
Außerdem sind die Cremes sehr, sehr ergiebig. Ich habe immer noch genügend von den beiden Proben übrig! Die großen, normalen Packungen werden also sehr lange halten.

Nachdem ich jetzt endlich gefunden habe, was ich gesucht hatte, habe ich mich dann endlich auch getraut, bei www.wolkenseifen.de zu bestellen.
Neben Anno 1950, das ich nach wie vor gern mag, habe ich auch „Be my Baby“ geordert, das pudriger riechen sollte. Heute kam die Bestellung nach nur zwei Tagen an.
Soooo schöne Verpackungen! So ein toller Geruch! Und: zwei kleine Problen von zwei weiteren Deo-Cremes, die auch beide toll duften.

Fazit: gerne wieder!
Und: wenn ihr euch auch für nicht-konventionelle Deos interessiert: gebt den Deocremes eine Chance! Ich finde sie super! 😀

1. Februar 2015
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 011

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Man nehme: eine Schallplatte, die keiner hören will, …
Nummer 011

… einen Dremel (oder etwas dremel-ähnliches) …
Nummer 011

… und etwas Garn. Aus dem Garn wird eine dickere Schnur gefingerhäkelt.
Nummer 011

Dann darf der Dremel der Schallplatte zu Leib rücken – gebohrt wird von der zukünftigen Rückseite her. Sinnvollerweise werden die Löcher immer paarweise angeordnet. Außerdem braucht man zwei Löcher am Rand, die etwas größer sein dürfen.
Nummer 011

Anschließend wird die Schnur durch die zwei größeren Löcher gefädelt und hinten verknotet.
Und so finden diverse Ohrringe ein dekoratives Zuhause an der Wand!
Nummer 011

3. Januar 2015
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 010

Schon eine ganze Weile liegt hier eine Haarspange herum, die ich so, wie ich sie gekauft habe, wohl eher nicht tragen würde: eine Schnabelspange aus dem DM Drogeriemarkt.

Der Plan war also von vornherein, diese Schnabelspange aufzumotzen.

Ein Bildlein vom Ausgangszustand: Schnabelspange mit merkwürdigem Muster, dahinter Reflektorklebeband (gibt’s im Baumarkt).
Ding #010

Das Klebeband habe ich dann mehr oder weniger erfolgreich versucht, glatt auf die Haarspange aufzukleben. Leider gab’s trotzdem ein paar Falten.
Ding #010

Den Rand habe ich mit der kleinen Nagelschere immer wieder eingeschlagen und dann umgeklappt.
Ding #010

Den Rand habe ich fest angedrückt und dann mit einem scharfen Messer bündig zum aufgeklebten Spangenteil abgeschnitten.
Ding #010

So sah es dann von vorne aus – eigentlich schon recht hübsch.
Ding #010

Dann kam die dritte Zutat hinzu – der Nagellack in einem schönen Blauton.
Ding #010

Den Lack habe ich in vielen Schichten aufgetragen und schließlich den Rand mit Wattestäbchen und Nagellackentferner sauber und gleichmäßig hinbekommen.
Fertig!
Ding #010