Die Abenteuer der Schleicherbande

– in weiß-blau und andersfarbig

27. September 2015
von Annette Schleicher
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Muschelseife

Lange habe ich überlegt. Soll ich das veröffentlichen oder lieber nicht?

Offensichtlich habe ich mich dafür entschieden.

Lasst mich kurz zusammenfassen.
Im Juli letztes Jahr ließ ich mir die Haare raspelkurz schneiden. Sie waren kaputt – die Farbe der letzten Jahre ist ihnen nicht gut bekommen.
Also entschied ich mich: ab mit den Fusseln um sie dann – ganz ohne Farbe und andere Gemeinheiten für die Haare – wieder lang wachsen zu lassen.
Seit etwas mehr als einem Jahr wasche ich meine Haare mit Seife. Haarseife? Ja, das funktioniert, man darf allerdings nicht die übliche Markenseife aus dem Supermarkt dazu verwenden, sondern eine richtige Seife (manche nennen sie auch „Naturseife“). Eine allgemein „richtige“ Seife gibt es nicht: Seifen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung (Naturseifen bestehen nur aus Ölen, NaOH, das dann die Öle verseift, es bleibt also kein NaOH übrig und eventuell Farb- und Duftstoffen) und der Überfettung (also der Anteil der unverseiften Öle in der Seife).
Aus irgendeinem Grund sind die meisten Haarseifen-Hersteller online der Meinung, dass Überfettungen um die 2-4% für Haarwäschen ideal sind. Meine Haare kichern da leise drüber.
Ich habe also relativ schnell angefangen, meine Seife selbst zu sieden und nachdem meine erste Seife bis heute die Seife ist, die am allerbesten für meine wilden, störrischen Locken ist und auch jede Menge anderen Leuten sehr gut gefällt, habe ich jetzt beschlossen, das Rezept öffentlich zu stellen.

Also bitte:
Ihr dürft sie gerne nachsieden, allerdings nicht kommerziell.
Seid fair!

Hier kommt also das Rezept für Muschelseife (es sind keine Muscheln drin, aber ich hab die Seife nach einem Forennickname benannt).

Achtung: für Glatthaars dürfte die Überfettung zu hoch sein.
Ich erkläre euch hier nicht, wie Seifensieden funktioniert – das müsst ihr schon können. Überfettungen berechnen zeige ich euch (zumindest heute) auch nicht. Ich gehe davon aus, dass ihr das schon könnt. Seife sieden ist nicht ganz ungefährlich, bitte haltet euch beim Sieden an die üblichen Sicherheitsvorkehrungen wie Schutzbrille/Handschuhe/Schürze. Kinder und Haustiere wegsperren!

Aber genug der Worte, hier das Rezept für knapp 500g Öle.

Muschelseife

Die Öle

125g Kokosöl
100g Kakaobutter
100g Sheabutter
54g Sonnenblumenöl
52g Mangobutter
43g Babassuöl
21g Rizinusöl

Flüssigkeit
Ausschließlich Kokosmilch. Kein Wasser!

Sonstiges
5ml ätherisches Rosmarinöl.
Keine Farbstoffe.

Überfettung
23%. Das ist eine Hausnummer – aber probiert’s einmal aus, wenn ihr Locken habt (oder die Haare hohe Überfettungen mögen, obwohl sie glatt sind)

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr die Seife nachsiedet und mir hier davon berichtet!

4. September 2015
von Annette Schleicher
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Quark

„Was ist das?“ frage ich in die Runde.
Jonas zu meiner rechten betrachtet die Tupperware-Schüssel interessiert und richtet sich auf. Es ist nicht überraschend, dass er die Frage gleich richtig und in einem ganzen Satz beantwortet. „Das ist eine Schüssel!“ sagt er.

„Sehr gut!“ lobe ich und frage die anderen: „Und welche Farbe hat die Schüssel?“
„Sie ist pink!“ behauptet William. Nun gut … das mit der Farberkennung ist nicht jedermanns Sache. „Nein!“ widerspricht sein Nachbar schnell. „Das ist orange!“

Recht hat er. Die Schüssel ist orange und sie steht in der Mitte unserer Stühle auf dem Boden. Hinter uns ist das Gemeindehaus, in dem wir uns zwei Mal in der Woche treffen. Heute ist unser Raum aus irgendeinem Grund zugesperrt und nachdem das Wetter halbwegs gut ist, sind wir ins Freie ausgewichen.
Ich öffne den Deckel der Schüssel. „Und was ist das?“
Ratlose Gesichter. So etwas hat noch keiner in der Runde gesehen. Was könnte das denn sein? Irgendeine weiße Masse mit vielen grünen Punkten – so viel ist sicher.
„Ich weiß es nicht“ gibt Musa schließlich zu.

Ich löse auf: „Das ist Quark!“
Ein Raunen geht um. Das ist also Quark. Quark, das mysteriöse Wort, das wir in den letzten zwei Stunden gelernt haben weil es ein Q beinhaltet. Quark, das sie zwar alle pflichtbewusst gelernt haben, das aber keiner in seine Heimatsprache übersetzen kann, weil es das Wort in den Sprachen schlichtweg nicht gibt.
Quark.
Schwierig auszusprechen ist es außerdem, wie so viele deutsche Wörter.

Der Inhalt der beiden Brotzeitdosen stellt dagegen kein Problem dar. Karotte und Paprika – beides wird schnell und richtig erkannt. Ich schnappe mir ein Karottenstück und zeige den Jungs, wie man den Quark (mit Kräutern, denn das sind die grünen Punkte) dippt.
Und sie machen alle mit. Es scheint zu schmecken, denn den Rest der anderthalb Stunden verbringen wir fröhlich Rohkost-Quark knabbernd – und ganz nebenbei plaudern wir. Über LKWs, die vorbeifahren und was die Abkürzung eigentlich bedeutet – über Christoph 17, der zwischendurch vorbeifliegt. Über Fahr- und Flugzeuge im Allgemeinen. Über das Wetter, Wolken, Sonne, Regenbogen und Gewitter.
Und ganz nebenbei, fast unbemerkt, kreist die Schüssel und die Brotzeitdosen.
„Gibst du mir bitte die Karotten?“ – „Ja, natürlich.“

Am Ende der Stunde ist eines klar: „Quark“ wird keiner mehr vergessen.

Zweimal wöchentlich bringe ich Flüchtlingen die deutsche Sprache bei. Zeit, die gut investiert ist: Flüchtlinge wollen und sollen sich integrieren – aber wer die Sprache nicht spricht, kann das nicht.
Zeit, die vor allem deshalb gut investiert ist, weil es wahnsinnig viel Spaß macht.

8. Mai 2015
von Annette Schleicher
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Annette sucht ein neues Deo (und findet es)

Schon vor Jahren behauptete meine Mutter, dass Aluminiumverbindungen in Deos schädlich seien.
Aktuell ist genau diese Behauptung wieder in aller Munde und auch wenn die Studie unter äußerst zweifelhaften Bedingen entstanden sein soll – ich bin unsicher.

Mein Lieblingsdeo bis dato war Nivea Dry Comfort Roll-On und das enthält gleich mehrere „Verdächtige“: Aluminum Chlorohydrate, Aluminum Sesquichlorohydrate, Magnesium Aluminum Silicate.

Die Debatte um Aluminium hätte ich auch ignorieren können – aber genauso gut kann man sich ja mal umsehen, ob es nicht doch Alternativen ohne Aluminium gibt. Vielleicht sind die ja genauso gut?

Ich startete einen ersten Versuch. Online hatte ich gelesen, dass reines Kokosöl durchaus als Deo-Ersatz herhalten kann. Das habe ich ohnehin für die Haarspitzen zuhause, die das sehr genießen. Und ja, es war definitiv ein Ansatz, es verhinderte Müffeln aber mir fehlte der Deo-Geruch. So ganz ohne fühlte mich einfach nicht wirklich wohl. Ich benutze kein Parfüm, aber so ein ganz dezenter Geruch – hmmm.

Also vielleicht doch ein gekauftes Produkt?
Probieren geht über studieren und so brauchte ich mein Lieblingsdeo auf und stiefelte in den Laden, genauer gesagt: in Kemptens Real-Markt.

„Damals“ – lang ist’s eigentlich noch nicht her, aber mittlerweile haben einige Hersteller reagiert und ihrerseits Alu-freie Deos herausgebracht – gab es da genau eine Marke mit Deos, die kein Aluminium enthielten: CD.
„Glücksgefühl“ hieß eins, das mir vom Duft her gut gefiel, also hab ich es mitgenommen.

Online-Recherchen ergaben, dass Aluminium das Schwitzen verhindert und man mit Alu-freien Deos demnach mehr schwitzt … und angeblich nicht müffelt. Aber: Glücksgefühl wich bald einem größeren Frust. Denn obwohl es nicht besonders warm war und ich eigentlich nie stark schwitze müffelte ich. Ein Oberteil zwei Tage in Folge tragen? Unmöglich. In der Mittagszeit musste ich nachlegen, sonst hätte ich den Tag nicht überstanden.
Und natürlich kam da die Frage auf: sind alle Aluminium-freien Deos so? Oder muss man nur das für einen selbst geeignete Deo finden? Menschen sind schließlich unterschiedlich und offensichtlich funktioniert Glücksgefühl bei einigen oder sogar vielen – nur eben bei mir nicht.

Als wir meine Eltern besuchten, schenkte mir meine Mutter ein anderes Deo, auch von CD, weil sie es vom Geruch her nicht mochte: Granatapfel! Vom Geruch her gefiel es mir besser – und juhuuu! es hielt auch besser den Müffelgeruch fern.
Das machte Mut, zur Not käme ich damit wahrscheinlich zurecht. Andererseits: dann hätte ich auch Kokosöl benutzen können, denn das war in etwa genauso effektiv. Vielleicht selbst rühren, das mache ich ja generell bei Haarpflegeprodukten?

Der Fernseher brachte mich davon ab. Nivea warb für ihr neues, aluminium-freies Deo. Nivea Fresh Pure heißt das neue Produkt und natürlich musste ich es ausprobieren, in der Hoffnung, dass es mein neuer Liebling werden könnte. Der Duft: nicht übel.
Und überhaupt, es wirkte besser als die vorhergegangenen Versuche.
Also doch wieder zurück zu Nivea? Fast schien es so.

Durch Zufall kam ich in einem Forum auf einen Deo-Thread und stieß natürlich auch dort auf die Aluminium-Frage. Alu ja oder nein? Die einen sagen, es sei sehr wahrscheinlich harmlos, die anderen waren sehr verunsichert und schworen, dass Aluminium der Teufel höchstpersönlich sein müsse.
Nunja, vermutlich trifft weder das eine noch das andere zu, aber ich beschloss, mir mal die INCI meiner Deos anzusehen. Bei anderen Pflegeprodukten mache ich das schließlich auch.
Und so kommt es, dass ich auch das neue Nivea-Produkt nicht mehr weiter verwenden möchte.

Ich las von Deocremes. Sehr interessant von den Inhaltsstoffen her, die waren deutlich besser als die der konventionellen Deos.
Aber wie sollte das funktionieren, wenn nicht einmal „professionelle“ Deos ohne Aluminium richtig wirkten?
Im Forum grübelte ich über eine Bestellung bei wolkenseifen.de nach.

Eine sehr, sehr nette Userin bot mir an, mir eine Probe zu schicken. Danke noch mal dafür! Begeistert nahm ich das liebenswürdige Angebot an und so bekam ich einen Briefumschlag mit zwei kleinen Tiegeln.
„Anno 1950“ und „weekender“. Das erstere etwas süßer, das zweite fand ich auch nicht schlecht, vielleicht etwas frischer insgesamt.
Ich probierte es an einem kühleren Tag aus: das Deo hielt. Juhuuu! Das war schon mal ein erster Erfolg. Ich genoß den Geruch von Anno 1950, fand ihn super :) Über 7 Tage probierte ich die beiden Cremes aus, manche Tage waren auch richtig warm und ich hatte ordentlich schweißige Hände.
Die Deowirkung aber ist mit der meines ursprünglichen Lieblingsdeos furchaus vergleichbar! Ich schwitze vielleicht ein bisschen mehr – aber man riecht das nicht. Ich rieche abends immer noch frisch und dezent nach Deo und ich genieße das Gefühl.
Außerdem sind die Cremes sehr, sehr ergiebig. Ich habe immer noch genügend von den beiden Proben übrig! Die großen, normalen Packungen werden also sehr lange halten.

Nachdem ich jetzt endlich gefunden habe, was ich gesucht hatte, habe ich mich dann endlich auch getraut, bei www.wolkenseifen.de zu bestellen.
Neben Anno 1950, das ich nach wie vor gern mag, habe ich auch „Be my Baby“ geordert, das pudriger riechen sollte. Heute kam die Bestellung nach nur zwei Tagen an.
Soooo schöne Verpackungen! So ein toller Geruch! Und: zwei kleine Problen von zwei weiteren Deo-Cremes, die auch beide toll duften.

Fazit: gerne wieder!
Und: wenn ihr euch auch für nicht-konventionelle Deos interessiert: gebt den Deocremes eine Chance! Ich finde sie super! 😀

1. Februar 2015
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 011

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Man nehme: eine Schallplatte, die keiner hören will, …
Nummer 011

… einen Dremel (oder etwas dremel-ähnliches) …
Nummer 011

… und etwas Garn. Aus dem Garn wird eine dickere Schnur gefingerhäkelt.
Nummer 011

Dann darf der Dremel der Schallplatte zu Leib rücken – gebohrt wird von der zukünftigen Rückseite her. Sinnvollerweise werden die Löcher immer paarweise angeordnet. Außerdem braucht man zwei Löcher am Rand, die etwas größer sein dürfen.
Nummer 011

Anschließend wird die Schnur durch die zwei größeren Löcher gefädelt und hinten verknotet.
Und so finden diverse Ohrringe ein dekoratives Zuhause an der Wand!
Nummer 011

3. Januar 2015
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 010

Schon eine ganze Weile liegt hier eine Haarspange herum, die ich so, wie ich sie gekauft habe, wohl eher nicht tragen würde: eine Schnabelspange aus dem DM Drogeriemarkt.

Der Plan war also von vornherein, diese Schnabelspange aufzumotzen.

Ein Bildlein vom Ausgangszustand: Schnabelspange mit merkwürdigem Muster, dahinter Reflektorklebeband (gibt’s im Baumarkt).
Ding #010

Das Klebeband habe ich dann mehr oder weniger erfolgreich versucht, glatt auf die Haarspange aufzukleben. Leider gab’s trotzdem ein paar Falten.
Ding #010

Den Rand habe ich mit der kleinen Nagelschere immer wieder eingeschlagen und dann umgeklappt.
Ding #010

Den Rand habe ich fest angedrückt und dann mit einem scharfen Messer bündig zum aufgeklebten Spangenteil abgeschnitten.
Ding #010

So sah es dann von vorne aus – eigentlich schon recht hübsch.
Ding #010

Dann kam die dritte Zutat hinzu – der Nagellack in einem schönen Blauton.
Ding #010

Den Lack habe ich in vielen Schichten aufgetragen und schließlich den Rand mit Wattestäbchen und Nagellackentferner sauber und gleichmäßig hinbekommen.
Fertig!
Ding #010

2. Januar 2015
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 009

Lange ist’s her seit Nummer 008 und schon eine ganze Weile fertig ist Ding Nummer 009 auch – aber die Motivation zu bloggen war nicht so sehr groß …

Um’s kurz zu machen einfach ein paar Bilder:

Maschenanschlag:
Ding #009

Schon ein Stückchen gestrickt:
Ding #009

Beide Socken fertig!
Ding #009

Anprobe – passt!
Ding #009

30. November 2014
von Annette Schleicher
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Kaffee-Test: Melitta Mein Café

Viele werden es mitbekommen haben: ich habe mich bei den Genussexperten für einen Kaffee-Test beworben und tatsächlich! Ich habe ein tolles Paket bekommen, das ich ausprobieren durfte! 😀

Im Paket waren drei verschiedene Sorten Melitta-Kaffee: Light Rost, Medium Roast und Dark Roast. Außerdem gab es eine ausführliche Anleitung, die erklärte, welcher Mahlgrad und welche Kaffeemenge für jede Sorte empfohlen wird.
Das habe ich natürlich erst einmal ignoriert. Zu groß war die Gier, den neuen Kaffee ausprobieren zu wollen.

Begonnen haben wir mit Light Roast. Der Duft der Bohnen ist ganz große klasse – das trifft auf alle drei Sorten zu. Allein schon für den Geruch der Bohnen hat sich der Test definitiv gelohnt. :)
Also: Light Roast eingefüllt, nichts justiert, auf das Knöpfchen gedrückt und probiert: zu den starken Bohnen, die wir vorher drin hatten, ein echter Unterschied. Sehr sehr mild, irgendwie lecker, aber auf eine recht subtile Art.
Irgendwann dann hat mein Mann die Mahlgrad-Empfehlung entdeckt und natürlich hat er die Maschine dann gleich richtig eingestellt. Das Fazit: ja, die Mahlgrad-Empfehlungen unbedingt beachten! Der Kaffee schmeckte hinterher viel besser! Trotzdem blieb der Kaffee sehr mild – für jemand, der darauf steht, sicherlich eine gute wahl. Ich würde mir diese Sorte jetzt nicht unbedingt nachkaufen.

Danach war Medium Roast an der Reihe. Hier haben wir gleich die richtige Einstellung gewählt. Ein solider Kaffee. Nichts wahnsinnig außergewöhnliches, aber mit einer angenehmen Stärke und lecker. :) Spätestens hier hatte dann niemand mehr etwas zu meckern, auch stärke-verliebter Besuch nicht.

Die ganze Zeit hatte ich mich auf Dark Roast gefreut. Das Beste zum Schluss, so in etwa war meine persönliche Intention. Und ich hoffte, dass ich nicht enttäuscht werden würde.
Das ist auch nicht passiert, denn Dark Roast ist wirklich gut! Die starke Röstung schmeckt wirklich lecker – schade, dass so wenig in der Packung war, denn viel zu schnell war sie dann leer.

Ob ich den Kaffee nachkaufen werde? Mild Roast fällt definitiv nicht in mein Beuteschema. Bei Medium Roast werde ich darüber nachdenken, aber bei Dark Roast bin ich mir sicher, dass das nicht meine letzte Tasse davon war!

Verbesserungsvorschläge hätte ich tatsächlich, allerdings eher für das Packungsdesign: es wäre schön, wenn direkt auf der Packung stehen würde, welche Einstellungen für den Kaffeevollautomaten sinnvoll wären.

29. November 2014
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 008

Im September habe ich zum ersten Mal Haarseife gesiedet – die wurde richtig gut :)
Und nachdem davon noch jede Menge NaOH übriggeblieben ist, wurde es Zeit für Ding #8: eine weitere Seife aus lauter Haushaltszeug.

Zuerst habe ich Tee gekocht. Ein Tee ist meistens ein guter Anfang für viele Tätigkeiten :)
Ding #008

Zur Abwechslung habe ich ihn aber nicht getrunken – Kamille-Tee ist aber ohnehin nicht so meine Lieblingssorte!

Während der Tee abkühlte, richtete ich den Rest der Zutaten zusammen.
Ding #008
Ganz links: das Teufelszeug a.k.a. NaOH.
Daneben: 2 Minifläschchen Sesamöl, einen Rest Rizinusöl (Überbleibsel vom September, Rizinusöl verwende ich äußerst selten zum Kochen 😀 ), Kürbiskernöl, Kokosöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Distelöl.

Sorgfältig abwiegen.
Ding #008

Alle Öle zusammen in einem Topf – das Kürbiskernöl ist offensichtlich relativ schwer und hat sich unten abgesetzt.
Ding #008

Dann habe ich mich vermummt.
Ding #008
Die weiteren Vermummungsschritte habe ich nicht dokumentiert – ich will ja keinem Angst machen 😀

NaOH abwiegen, auch sehr exakt und vorsichtig.
Ding #008

Danach gibt’s lange keine Fotos. Aus den ganzen Einzelzutaten wurde dann irgendwann rohe Seife und die habe ich in meine neue Seifenform eingefüllt (die ich am Tag zuvor unter Einsatz meines Lebens mit Backpapier ausgekleidet hatte)
Ding #008

Und weil ich zu viel Seife gemacht für die Form hatte, füllte ich spontan noch eine Eispackung – allerdings nicht voll. Vor allem die kleine Form habe ich gut abgedeckt, damit vielleicht auch hier der Gelprozess einsetzen konnte.
Ding #008

Der Gelvorgang in der großen Form kam leicht in Gange:
Ding #008

In der kleinen Form hat das nicht ganz so gut geklappt.
Ding #008

Und schließlich war die Seife hart genug zum ausformen und schneiden.
Ding #008

Fertig!
Ding #008

„Tomte“ heißt sie – nach dem schwedischen Hausgeist, den es auf jedem Hof gibt.

23. November 2014
von Annette Schleicher
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Challenge: 101 Dinge – Nummer 007

Das Schnittmuster liegt schon eine ganze Zeit hier herum – und irgendwann hatte ich auch den passenden Jersey gefunden. Der Plan war: ein schlichtes, gelbes Longsleeve zu nähen – schlicht, damit man es gut kombinieren kann und gelb, weil gelb einfach nur toll ist :)
Dann kam das Leben dazwischen und die Tüte mit dem Stoff landete im Schrank.

Das Schnittmuster ist die 3197 von Burda, allerdings in der amerikanischen Variante, weil es auf der US-Seite deutlich günstiger war. Nachteil daran: das Schnittmuster enthält schon die Nahtzugabe. Vorteil: Es war sogar eine bebilderte Anleitung dabei für diejenigen unter uns, die so ihre Probleme mit der Übersetzung von Burdaianisch nach Deutsch haben.

Und so habe ich zugeschnitten:
Ding 007

Nina bekam eine Jersey-Nadel verpasst und unter diversen Flüchen (ich mag Jersey nicht und der hier gefällt mir zwar optisch, ist aber furchtbar zum Verarbeiten gewesen) wurde aus den 6 Einzelteilen schließlich nach und nach ein Kleidungsstück.
Ding 007

Der Müllberg wurde größer:
Ding 007

Schließlich habe ich die Ärmel eingesetzt und festge“igel“t.
Ding 007

Fertig!
Ding 007

Kurzes Fazit: Das Shirt war ruckzuck genäht und ich kann mir vorstellen, noch ein paar weitere nach dem Schnitt zu machen. Allerdings werde ich versuche, einen etwas „stabileren“ Stoff zu erwischen. Außerdem wird der Schnitt nur für Frauen mit wenig Oberweite funktionieren – wer deutlich mehr als ich hat, sollte sich vielleicht einen anderen Schnitt suchen. Dieser hier hat keine Abnäher und funktioniert nur durch den elastischen Stoff!